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Habt ihr mich vermisst? Nein? Warum nicht? Ach ja, weil ich diesen Blog ja sowieso nur für mich verfasst habe. Gut, meine 1,5 Jahre schöpferische Pause sind vorbei. ESC interessiert mich zwar noch, aber ich bin nicht ganz sicher, ob ich darüber weiter schreiben soll. Die letzten beiden Jahre haben gezeigt, dass immer weniger witzige und einzigartige Beiträge zum Song Contest gefahren sind. Die Unterscheidung ist eigentlich nur noch zwischen gut performtem professionellem Lied, das zum Ohrwurm taugt, oder professionell performtem Lied, das nicht zum Ohrwurm taugt.

Victoria II

Daher auch gleich etwas ganz anderes. Letztens habe ich begonnen mich beim Spielen aufzunehmen, und das aufgenommene bei Youtube zu veröffentlichen. Derzeit noch eher unprofessionell (was das Wort professionell zum meistbenutzten Wort in diesem Artikel macht), aber man lernt ja an den Aufgaben.

Victoria II derzeit mein most favored game. Ich spiele mit den beiden DLCs A House Divided und Heart of Darkness (copyright Paradox Interactive AB [SE])

Victoria II derzeit mein most favored game. Ich spiele mit den beiden DLCs A House Divided und Heart of Darkness
(copyright Paradox Interactive AB [SE])

Ich werde vielleicht auch an dieser Stelle über dieses oder jenes berichten. Derzeit versuche ich mich an einer eher einfachen Aufgabe, nämlich der Verwaltung Österreichs in Victoria II, einem Spiel aus der Paradox-Reihe. Da ich Victoria in den letzten Jahren immer wieder regelmäßig gespielt habe, hat sich das einfach empfohlen. Die ersten beiden Aufnahmen sind eher daneben gegangen, weniger wegen des Spielverlaufs, der war so wie meist, sondern mehr, weil ich das Mikro zu leise gestellt habe, daher hier unten embedded mein dritter Auftritt auf der Weltbühne:

Ja ich gebe zu, noch nicht perfekt, aber wie schon oben gesagt, das mach ich eh eher für mich.

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Ihr wollt sicher irgendwas über den ESC 2015 erfahren. Immerhin findet er nächstens in meiner unmittelbaren Umgebung statt. Aber mein Leben dreht sich nicht ausschließlich um die schillernde Welt der Halbpromis. Um genau zu sein wundert mich gerade, dass ich es in den letzten beiden Jahren geschafft habe alle Lieder vorzustellen. Einige Teilnehmerländer haben bereits ihre Kandidaten in Stellung gebracht, ich hab mir aber noch nix angehört. Werde dann aber am Ende des Beitrags ein Video dazu rein tun.

Matura neu

Womit ich bei einem Thema bin, dass mich etwas mehr beschäftigt. Heuer findet die Matura etwas anders statt als die letzten Jahre, und ich dachte mir ich muss da auch ein bissl meinen Senf dazu geben, damit dieser Blog irgendeinen Sinn macht.

Wichtigste Neuerung ist die VWA. Das ist die Vorwissenschaftliche Arbeit. Irgendwie denke ich mir ja, dass die Schüler arme Schweine sind, dass sie sowas machen müssen. Nicht jeder ist dafür geschaffen, lange langweilige Litaneien zu verfassen. Vor allem weil dadurch tatsächlich alle das machen müssen im Gegensatz zur Fachbereichsarbeit, bei der nur solche eine Arbeit verfasst haben, die in einem Gebiet echt was drauf hatten.

Andererseits ist es sicher eine nette Sache, wenn Schüler einmal ihre eigene Mini-Forschungsaufgabe bekommen. Problem ist nur, dass die VWA von praktisch jedem viel zu ernst genommen wird. Als Lehrer kann ich mir ja nur begrenzt aussuchen, welche Schüler sich mit einem Thema an mich wenden, aber für alle kommenden Schüler, die diesen Blog lesen (als ob das wer liest), möchte ich Euch sagen, ich akzeptiere Euch nur mit einem witzigen Thema.

Gollum

Womit wir bei den Themen wären. Heuer habe ich etwas ganz tolles bekommen, nämlich das Thema „Schizophrenie in der Literatur am Beispiel Gollums“. Seht ihr, ich habe keine Ahnung von Schizophrenie, aber das Thema ist lustig und ich hoffe selbst einiges davon zu lernen, einmal abgesehen davon, dass ich natürlich ein wenig Ahnung vom Herrn der Ringe habe, was in unserem Lehrkörper sicherlich nicht allzu weit verbreitet ist, also hab ich wenigstens von 50% der Arbeit eine Ahnung.

Gollum, nicht aus dem Peter Jackson Film sondern aus dem Animationsfilm aus dem Jahr 1978 (© 2013 Getty Images)

Gollum, nicht aus dem Peter Jackson Film sondern aus dem Animationsfilm aus dem Jahr 1978 (© 2013 Getty Images)

Aber jetzt zu Euch, will jemand eine Arbeit über das Anstecken von Gähnen auf Haustiere schreiben? Oder eine vergleichende Arbeit „Battle Royal“ und „Tribute von Panem“? Seid ihr große Fans von „Binky and the Brain“ und wollt ihr Welteroberungspläne von Bösewichten in Film, Fernsehen und Buch vergleichen? Wollt ihr eine Studie anfertigen, in der ihr erarbeitet wie Brot beschaffen sein muss, damit es nicht auf die Butterseite fällt? Ja, dann bin ich Euer Betreuer. Also nur zu!

ESC und los

Na gut, hier die ersten Titel. Auf der offiziellen Seite finde ich noch keine genaue Auflistung der Teilnehmer, aber wikipedia hat das natürlich schon, zumindest für die Länder, bei denen es schon feststeht. Ich beginne mit dem Land das letztes Jahr hinter Conchita gelandet ist, nämlich Niederlande. Diese Leute schicken jedes Jahr ansprechende und gute Musik hin, auch wenn das meistens nicht honoriert wird (vor allem, weil es nicht immer Mainstream genug ist). Heuer wieder mit einer ähnlichen Nummer, schauen wir mal, ob Trijntje Oosterhuis reüssieren kann oder doch nur mitgeht:

Und weil die Schweizer Entscheidung genau gestern war, und ich mir das nicht gegeben habe (Ich gebe zu, ich bin kurz drüber weg gesprungen), kommt hier die Schweizer Teilnehmerin. Melanie Rene hat sogar schon ein offizielles Video. Haut mich nicht vom Hocker, schlecht ist es aber auch nicht, und vor allem sie hat es offenbar selbst geschrieben, das kommt ja eher selten vor beim ESC. Lassen wir sie scheinen:

Der absolut beste Spruch, den ich zum ESC gehört/gelesen habe ist „The Wiener takes it all.“ und schau an, wir haben sie alle genommen. Conchitas Auftritt war sehr gut, die Marketingmaschinerie hinter ihrem Auftritt genial und die hysterischen Hater, Homophoben und Sexisten haben das ihre zum Erfolg beigetragen.

Erfolgsprinzip

Ich hoffe, das hört sich nicht so an, als würde ich den Erfolg allein auf das Auftreten zurück führen. Sicher das hat den Ausschlag gegeben um aus einem Top 10 Lied den ersten Platz zu machen, aber gesanglich war das Lied sicher eines der Besten, und auch wenn ich kein großer Fan dieser James Bond Titellieder bin, hat es natürlich schon was, und uch hier hat man sich keinen Patzer erlaubt. Das Gesamtkunstwerk war also durchaus siegertauglich. Heuer war insgesamt das Feld sehr gut, kaum peinliche Beiträge, was den Sieg noch einmal erstaunlicher und toller macht.

Meine Interpretation des Spruchs, KO ich bin kein Künstler was Bildbearbeitung betrifft, aber das ist mir Wurst.

Meine Interpretation des Spruchs, OK ich bin kein Künstler was Bildbearbeitung betrifft, aber das ist mir Wurst.

Meine Kinder sind im übrigen auch sehr begeistert und Sarah meinte, sie wolle auch einmal beim Song Contest teilnehmen (wenn sie sich traut). Da sieht man, was die Wurst alles erreicht.

Machismus und Sexismus

Auf jeden Fall wurde Sexismus und Machismus eine Absage erteilt. Der polnische Beitrag war trotz Softporno nur im Mittelfeld. Auch praktisch alle Osteuropäischen Länder gaben Österreich Punkte (5 Punkte aus Russland – Take this Vladimir). Wir hätten von vielen Ländern noch mehr Punkte erhalten, wenn die Juries der Länder den Beitrag nicht runter gevotet hätten. So hatte Österreich in Rußland Platz 3 nach dem Televoting, die Jury setzte uns auf Rang 11 (insgesamt 6.) Besonders bezeichnend Deutschland: Beim Publikum war Conchita 1. Die Jury hat uns auf Platz 11 gesetzt. Die Polinnen mit den Eindeutigkeiten wurden hier durch die Jury bestätigt, auch von Sängerinnen, die nicht so aussehen, als würden sie sonst für diese Art von Frauenbild stehen. Das Sido solche Art von Menschenverständnis (und Musikverständnis) hat, war sowieso klar.

Jetzt hab ich da sogar noch ein wenig Gesellschaftskritik raus geholt und beschließe mit Conchita. Bitte beachtet, dass das Publikum mitsingt, und das war der erste Auftritt (also nicht der zweite, als sie gewonnen hatte):

Auch das zweite Semifinale ist vorüber und generell muss man sagen, dass es qualitativ um einiges hochwertiger war, als das Erste. Natürlich mit Ausnahme der Holländer, die echt ein Wahnsinn sind. Tatsächlich sind auch die meisten meiner favorisierten Titel weiter gekommen, vielleicht hätte es noch der israelische Bass schaffen können, die Dame war auch ganz gut.

Wenig überraschend sind die Polinnen mit ihrer Softpornonummer weiter. Möglicherweise auch, weil sie den hässlichen Typen, der in der Video-Version noch reinrappt weggelassen haben und dafür noch eine wäschewaschende halbnackte Dame auf die Bühne stellten. Das Auge hört eben mit. Wir wollen hier aber keine Sexismus Debatte führen, oder? Überhaupt finde ich, dass die heurigen Teilnehmer weit weniger nackte Haut zeigen als letztes Jahr. Wäre im übrigen ein nettes VWA-Thema: Wie viel Haut zeigt ein durchschnittlicher ESC Sieger (im normalfall übrigens weiblich)?

Hier kein Bild der Damen, das müsst ihr Euch am Samstag schon selbst anschauen (diese Icons sind von hier: http://theminipopicons.tumblr.com/)

Hier kein Bild der Damen, das müsst ihr Euch am Samstag schon selbst anschauen (diese Icons sind von hier: http://theminipopicons.tumblr.com/)

Hier noch die komplette Liste:

  1. Polen: Kommentar siehe oben
  2. Slowenien: Hätte ich nicht gerechnet, war auch nicht sonderlich berauschend, aber dafür mit Querflöte
  3. Schweiz: Singen kann er nicht, pfeifen um so mehr und lieb schaut er auch drein.
  4. Rumänien: Das einzige Duett heuer mit Bombastshow, die merkt man sich.
  5. Norwegen: Der stille Wikinger ist echt gut, das Lederarmband hat er wohl, um zu zeigen, dass er ein ganz wilder ist und kein Teddybär.
  6. Griechenland: Irgendwo hab ich gelesen, dass die gut sein sollen und ur beliebt sind, ich weiß nur nicht, ob sie zum Semifinale vielleicht irgendwelche untalentierten Double geschickt haben, dass wäre sicher das letzte Lied gewesen, dass ich ins Finale gewählt hätte.
  7. Malta: Ja ganz gut, aber nix aufregendes.
  8. Weißrussland: Meine tollen Letten durften nicht ins Finale, aber der Käsekuchen darf? Dabei hat Russland gestern gar nicht mitgevoted.
  9. Finnland: Die waren nicht nur süß, die Nummer war auch sehr gut. Rock geht ja meistens nicht so gut beim ESC, ich wünsche auf jeden Fall viel Glück.
  10. Österreich: Eigentlich war das klar. Diesmal haben wir nicht nur eine auffällige Interpretin, nein der ORF hat sogar einige Mäuse für Pyrotechnik springen lassen, was angesichts des Songtitels eigentlich Pflicht war.

Und zum Abschluss noch Spam:

Das erste Halbfinale ist um, und meine Lieblinge aus Lettland draußen. War abzusehen. Die sind zwar voll süß und irre fröhlich, aber erstens haben sie für die Bühnenshow keinen Pfennig ausgegeben und sind daher recht verloren auf dem riesen Bühnendings rumgehüpft, wie so Althippies auf der Donauinsel und außerdem gehen solche Lieder beim ESC sowieso nicht.

Und wer ist weiter? Hier die Liste mit meinen Meinungen dazu:

  1. Armenien – Eher ein Witz, der Typ kann weder singen, noch ist das Lied irgendwie interessant (dafür fackelt er den Saal ab)
  2. Azerbaidschan – Die Dame hat glaube ich keine schlechte Stimme, aber eigentlich kann ich mich nicht an den Song erinnern
  3. Ungarn – Weiter durch gutes Aussehen, der ESC erfreut sich ja großer Beliebtheit in der MSM Szene, wenn die fleißig voten, würde das einiges erklären, denn singen kann der junge Mann nicht.
  4. Montenegro – Gut der hat es verdient, war sicherlich Top 5 an diesem Abend, passable Stimme, eingängige Melodie aber kein Siegerlied, mir gefällt es aber.
  5. Ukraine – Hier gilt das gleiche wie für Ungarn, allerdings mit Hetero-Männern, aufgrund ihrer Gesangsleistung kann sie nicht gewählt worden sein. Vielleicht liegt es auch am Hamsterrad.
  6. Russland – Hier hat das Publikum gebuht, find ich jetzt nicht ganz fair, was können die Mädels für die Politik Putins? Das war irgendein Einheitsgesinge, aber gut: Nette ansprechende Bühnenshow und die Damen waren gesanglich weit besser als einige andere unter den 10 Finalisten hier, das es sicher verdient war.
  7. San Marino – Echt jetzt? Das war Retro Schlager und noch dazu schlecht gesungen. An der Windmaschine kanns ja wohl nicht liegen, oder?
  8. Schweden – Das wäre mal was gewesen wenn der ESC auf solch einen Schlager/Dancefloor Wurx verzichten würde. Allerdings hat die Hanna sicher eine bessere Stimme als die Leute aus Ungarn/Armenien/Ukraine/San Marino, also warum nicht?
  9. Island – Die werden zwar im Endklassement sicher nur 13ter aber die sind wenigstens lustig und eine farbliche Bereicherung sowieso, vielleicht kriege ich so einen Anzug für den Schulball
  10. Niederlande – Wenn dieses Lied nicht weiter gekommen wäre, hätte ich vielleicht auf des ESC am Samstag verzichtet. Das war das mit Abstand (wir sprechen hier von astronomischen Einheiten) beste Lied des Abends bezüglich Melodie, Gesang, Stil und überhaupt allem!

Hier noch zwei Bilder vom Abend und dann ein Video mit guter Musik, als der ESC noch Hits produzierte, die die Zeit überdauerten:

Das ist isländisches Farbenspiel mit Bart (so muss der aussehen Conchita) (Man sieht in der Ecke, das ist ein Pressefoto, dort liegt das Copyright)

Das ist isländisches Farbenspiel mit Bart (so muss der aussehen Conchita) (Man sieht in der Ecke, das ist ein Pressefoto, dort liegt das Copyright)

Hier sieht man Mariya Yaremtschuk und ihr Hamsterrad im Hintergrund (Foto ist von dieser Seite: http://blog.prinz.de/grand-prix/zweite-probe-ukraine-bei-mariechen-geht-es-rund/)

Hier sieht man Mariya Yaremtschuk und ihr Hamsterrad im Hintergrund (Foto ist von dieser Seite: http://blog.prinz.de/grand-prix/zweite-probe-ukraine-bei-mariechen-geht-es-rund/)

Wie versprochen hier noch ein Video. Die Dame (Sandy Shaw) in dem Video war im übrigen die Erste, die den Song Contest ohne Schuhe gewonnen hat. Das war ja die letzten beiden Jahre auch so:

Heute war Streichetag bei uns in der Schule. Mir war nicht bekannt, was das ist, denn wir hatten so etwas nicht. Dabei führen sich die Achtklässler auf wie Viertklässler, weil das ihr letzter regulärer Schultag ist. Montag beginnt die schriftliche Matura, mal sehen wie das wird.

Auf jeden Fall sind unter anderem Sprüche von Lehrern am Gang gehangen. Interessant ist, ich soll folgendes gesagt habe: „Das ist Brom, das ist giftig! Wollt ihr riechen?“ Ich kann mich nicht erinnern das gesagt zu haben, meine Frau meint aber es könnte schon sein, dass ich solch absurde Dinge von mir gebe.

Sprühregen

Immerhin wurde niemand mit Brom eingesprüht sondern nur mit verdünnter Ammoniaklösung und Phenolphthalein, was eine stinkende rosa aber verschwindende Tinte ergibt.

Brom ist eines von zwei Elementen, das bei Raumtempratur und Normaldruck als Flüssigkeit auftritt (Bild ist von hier: http://greatmindsofscience.tumblr.com/)

Brom ist eines von zwei Elementen, das bei Raumtempratur und Normaldruck als Flüssigkeit auftritt (Bild ist von hier: http://greatmindsofscience.tumblr.com/)

ESC die letzte Vorstellungsrunde

Drei Länder fehlen noch. Der westlichste Festlandteilnehmer Portugal soll den Anfang machen: Dieses Land schickt Suzy mit Lambada. Na OK es ist nicht wirklich Lambada, es versucht nur so zu klingen, ist aber langweiliger und wird viel schlechter gesungen.

Belgien hat eine ähnliche Tradition wie Österreich. Regelmäßig schickt man vollkommen unpassende Beiträge zum Song Contest und wundert sich, dass man bereits im Semifinale ausscheidet. Daher verwundert auch nicht die heurige Auswahl dieses Benelux Staates. Axel Hirseux singt nicht besser als Graf Dracula letztes Jahr ist aber um etwa 120% weniger flamboyant. Mal abgesehen davon, dass das Lied sich ein wenig sehr weinerlich anhört, da kann auch die relativ gute Stimme wenig dagegen tun. Ich denke wir haben hier einen großen Favoriten auf den letzten Platz:

Alle die es bis zum letzten Song durchgehaltn haben, habe ich noch eine positive Überraschung: Den zweiten teilnehmenden Benelux Staat, nämlich die Niederlande. Letztes Jahr mit einem echt guten Beitrag (Vögel von Anouk), läßt sich das Land auch heuer mit den Common Linnets nicht Lumpen. Das ist definitiv einer meiner Favoriten. Erinnert ein wenig an Lady Antebellum, mich stört das aber wenig, weil die gefallen mir eh auch. Der Titel Calm after Storm passt auch sehr gut zur derzeitigen politischen Lage. Ich hoffe der Sturm ist bald vorbei:

Gewinnspiel

Der Erste (oder natürlich die Erste), der mir das zweite flüssige Element (es gilt Raumtemperatur und Normaldruck, für all jene Scherzkekse, die mich falsch verstehen wollen) bei den Kommentaren dazu schreibt, bekommt eine Schokolade von mir. Also nur zu.

Ich war heuer sehr motiviert. Es sind noch etwa zwei Wochen bis zum Song Contest und es fehlen mir nur noch sechs Teilnehmer, das heißt nach dem heutigen Beitrag nur noch einer bis zu den Semifinali, die ich auch wieder mit einem Blog beglücken werde. Heute einmal ohne moralisierenden Einstieg direkt ins Geschehen:

Balkan die Zweite

Vor etwa zwei Wochen habe ich die drei ersten Balkan-Länder Albanien, Montenegro und Mazdonien abgehandelt. Dabei habe ich auch auf die große Unterrepresäntanz dieser Region hingewiesen. Auch Bulgarien (damals nicht erwähnt) wird fehlen. Das liegt vielleicht an chronisch schlechten Beiträgen. Bei acht Bewerbungen wurde nur ein einziger Einzug ins Finale geschafft. Der damalige 5. Platz war in bulgarisch gesungen, allerdings mit dem englischen Titel Water.

Hier die damals Fünft-Platzierten Elitsa Todorova und Stoyan Yankulov beim ESC 2007 an (© Rolf Klatt)

Hier die damals Fünft-Platzierten Elitsa Todorova und Stoyan Yankulov beim ESC 2007 an (© Rolf Klatt)

Genug mit der Gefühlsduselei, hier kommt der Beitrag des südwestlichen Nachbarn Bulgariens, Griechenland: Teilnehmer sind Freaky Fortune feat. RiskyKidd und damit in Folge der zweite Beitrag Griechenlands mit Männern. Allerdings schlißt man an die jahrelange Tradition des schlechten Dancefloor an. Irgendwie irritierend, denn diesmal sind nicht einmal hübsche Personen auf der Bühne, wenn die Musik schon schlecht ist. Im übrigen ruhig weiterhören, der Beginn klingt zwar nach Beerdigung, aber das ist nur von kurzer Zeit. Vielleicht wollen sie damit aber nur ihren Ausstieg aus der Gruft thematisieren, in dem es in diesem Lied wohl geht:

Cristina Scarlat nimmt für Moldau an dem Gesangswettbewerb teil. Ebenfalls ein wenig Dancefloor, aber unterlegt. Der Hauptteil versucht etwas ähnliches zu sein wie Conchita Wurst, oder eigentlich eher wie Adele und ihr James Bond Lied-Dings. Schwer zu sagen, ob Christina oder Conchita das besser rüberkriegen, ich würde zwar behaupten die Moldauerin hat die bessere Stimme, Conchita hat aber sicherlich den besseren Bart.

Conchita und Christina, wer ist die bessere Adele (Bild 1 ist von Manfred Werner Bild 2 von Vlad Vlas)

Conchita und Christina, wer ist die bessere Adele (Bild 1 ist von Manfred Werner Bild 2 von Vlad Vlas)

Zwischen diesen beiden Ländern liegt noch Rumänien. Dieses Jahr ohne Graf Dracula (ihr könnt Euch sicher an letztes Jahr erinnern), dafür als Mitfavorit. Das kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen, weil hier haben wir erneut Osteuropa-Dancefloor, aber bitte. Lasst Euch nicht von der Einleitung von Paula Seling & OVI irritieren, es wird ein Bumm-bumm-bumm Lied: