Home

Schon lange habe ich mich von politischen Aussagen zurück gehalten, aber ich muss mich kurz erleichtern. Ich bin ja manchmal ein Zyniker, dennoch bin ich meist optimistisch im Blick nach vorne. Ich weiß, dass Demokratie nun einmal ausschließlich funktioniert, wenn man Kompromisse schließt, daher bevorzuge ich ein Proportionalwahlrecht, wie es die meisten europäischen Staaten besitzen. Das führt zwar dazu, dass es scheinbar manchmal Stillstand gibt, wie in Österreich, aber über kurz oder lang setzen sich brauchbare Kompromisse durch. Die Meisten werden unzufrieden sein mit diesen Entscheidungen, weil sie ihre Maximalforderungen nicht durchgesetzt haben, aber so ist das eben, wenn man sich in der Mitte trifft.

Ich-Gesellschaft

Natürlich wird das mit den Kompromissen in letzer Zeit immer schwieriger. Sowohl Medien, als auch die Situation am Arbeitsplatz bevorzugen Menschen, die sich selbst in den Vordergrund drängen. Der, der am lautesten schreit, bekommt, was er will. Meine Großmutter lehrte mich noch folgendes:“Der Gscheitere gibt nach, der Esel fällt in Bach.“ Allerdings muss ich mit zunehmender Frustration wahrnehmen, dass kluge und bedachte Aussagen, Menschen oder Prinzipien wegen ihrer Zurückhaltung und meist komplexen herangehensweise ignoriert werden, um den laut brüllenden Argumenten zu weichen. So gesehen heute Nacht bei der Präsidentschaftswahl in den USA. Mittelschicht und Unterschicht wählt einen Menschen, der zugibt Steuern nicht zu zahlen und im Falle seiner Wahl will er Steuern für die Reichen senken. Dieser Mensch wird gewählt, obwohl es klar sein muss, dass mit dieser Vorgehensweise irgendwo anders gespart werden muss, denn Geld entsteht ja nicht aus dem Nichts (zumindest nicht in der realen Welt, in der Welt der Hochfinanz ist das ja, wie wir seit 2008 wissen gang und gäbe). Woher wird er das Geld nehmen? Aus dem Bildungssektor, Sozialhilfe, Gesundheit, Infrastruktur. Alles Bereiche, die vor allem für die Armen und die Mittelschicht wichtig sind, denn der Multimillionär kann sich auch Privatlehrer für seine Kinder leisten.

Der Elefant, Zeichen der republikanischen Partei (copyright WDR; Die Sendung mit der Maus)

Der Elefant, Zeichen der republikanischen Partei (copyright WDR; Die Sendung mit der Maus)

Der Esel, Symbol der demokratischen Partei und wichtiger Sprichwortbestandteil meiner Oma (copyright Dreamworks; Shrek)

Der Esel, Symbol der demokratischen Partei und wichtiger Sprichwortbestandteil meiner Oma (copyright Dreamworks; Shrek)

 

 

 

 

 

 
Wie dem auch auch sei, als Pragmatiker denke ich mir, dass die Welt nicht untergehen wird, nur weil ein egomanischer Steuerhinterzieher die USA anführt. Vielleicht ist ein Isolationist in Washington sogar gut für die EU, da wir uns dann weniger auf den Onkel aus Amerika verlassen können.

Bundespräsidentenwahl

Wenn wir uns aber das Jammertal in Österreich ansehen, so sind sicherlich mehr als 50% der Österreicher geschockt über den Wahlausgang in den vereinigten Staaten. Einmal sehen, ob sich für die Wahl am 4. Dezember in Österreich die rationale Entscheidung durchsetzt, oder ob am Ende dann wieder alle zetern.

Zum Ende noch ein Video von kleinen Häschen. Die sind süß und einen die Nation, weil jeder sie mag:

 

Advertisements