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Morgen ist wieder das Nachbarschaftsfest in Monte Laa. Das ist eine ausgezeichnete Gelegenheit mit Nachbarn und weiter entfernten Nachbarn zusammen zu kommen und zu tratschen. Ich habe schon früher über das nette Verhältnis bei uns im Grätzel berichtet, möchte aber an dieser Stelle noch einmal die gute Seele hinter dem ganzen hochleben lassen.

Hier sieht man Velibor (Verzeih mir, ich glaube, da müsste noch ein J irgendwo in den Namen) bei der Eröffnung eines vergangenen Festes (copyright liegt natürlich bei der MonteLaa.net Seite)

Hier sieht man Velibor (Verzeih mir, ich glaube, da müsste noch ein J irgendwo in den Namen) bei der Eröffnung eines vergangenen Festes (copyright liegt natürlich bei der MonteLaa.net Seite)

Leider heuer ohne mich

Leider werde ich heuer bestenfalls ein wenig beim Aufbau helfen, da meine Kinder im Theater sind. (Philipp ist sowieso devastiert, weil seine Klasse gesungen hätte, was für ihn jetzt leider ausfällt.) Auf jeden Fall wurde ich jetzt schon mehrfach darauf angesprochen etwas über unser Wohngebiet zu schreiben, und teils aus schlechtem Gewissen, teils weil ich auch recht viel Spaß daran habe, kommt hier noch ein wenig Parkpalaver.

Denn der zentrale Raum in Monte Laa, nämlich der Spielplatz direkt vor dem Campus ist in letzter Zeit auch für mich ein regelmäßiger Aufenthaltsort geworden. Zwischen Sandkiste, Halfpipe und dem Volleyballfeld spielt sich jeden Tag etwas ab, was man vielleicht als griechische Agora bezeichnen könnte. Hier treffen sich nämlich nicht nur die Kinder, die gerade von der Schule heraus kommen sondern es ist auch der Platz, wo die Gärtner aus dem Gemeinschaftsgarten sich versammeln, und hie und da (wenn nicht gar zu viele Kinder da sind) trifft sich hier die Kleinhund-Gang (das ist vielleicht nicht politisch korrekt, aber auch diese Menschen bilden eine eingeschworene Gemeinschaft)

Und obgleich diese Gruppen doch sehr unterschiedliche Vorstellungen von einem guten Leben haben, habe ich hier noch nie Streitereien erlebt, wie sie an Orten mit hoher Bevölkerungsdichte sehr häufig sind. Vielleicht sind die Räume groß genug, dass man sich zurück ziehen kann, wenn es zu viel wird, vielleicht liegt es am richtigen Mix an jungen und alten Mitbewohnern oder daran, dass die Ethnien gut gemischt auftreten. Aus meiner Zeit beim Arthaberplatz ist mir durchaus bewusst, dass eine Art Ghettoisierung durch zu viele Menschen einer Ethnie (die dann auch unter sich bleiben) durchaus bedrohlich wirken kann, auch wenn es in Wirklichkeit nicht so ist. Es könnte abr auch sein, dass der Grund unsere gute Seele Velibor ist, der unermüdlich zwischen den Menschen vernetzend wirkt, Leute zusammen bringt, die sich sonst nicht ansprechen würden. Dementsprechend wünsche ich ihm und allen anderen Mitorganisatoren vom Nachbarschaftsverein viel Glück für das Wetter und viel Spaß morgen.

Das ist der Flyer mit allen Infos zum Fest (auch den habe ich natürlich von montelaa.net)

Das ist der Flyer mit allen Infos zum Fest (auch den habe ich natürlich von montelaa.net)

Zum Abschluss wie immer ein Video. Diesmal passend, denn dieser Kinderchor wird am Monte Laa Fest singen:

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Heute fange ich einmal mit einem Video bzw. Lied an. Als ich nach meinem letzten Beitrag noch ein wenig durch Youtube gepilgert bin, konnte ich auch folgenden Beitrag finden:

Bevor ihr diesen Blog jetzt wegklickt solltet ihr wissen, dass es am Ende wieder ein Quiz mit fantastischem Preis gibt!

Politische Korrektheit

Wenn man ein wenig durch die Kommentare zu dem Lied streift, kann man dort eine interessante Diskussion verfolgen. Sie herrscht zwischen drei Menschengruppen:

  1. Die politisch Korrekten: Diese Leute werden ganz wahnsinnig ob der Bezeichnung Schwarzer Zigeuner
  2. Die rechten Recken: Diese Leute werden ganz wahnsinnig, dass man den folkloristischen Begriff Zigeuner abschaffen will
  3. Die Verklärten: Diese Leute werden ganz wahnsinnig, weil die zwei oberen nicht die Schönheit und Genialität des Liedes genießen können.

Jetzt muss ich sagen, es ist sicher nicht das beste Lied des Schweizer Kochs, aber auch nicht schlecht, somit gehöre ich vielleicht irgendwie in die dritte Gruppe. Ich will mich in weiterer Folge aber natürlich um die ersten beiden Gruppen kümmern.

Der unvergessene Vico Torriani mit Gitarre und Schmalzlocke (von der Seite http://mikiwiki.org/)

Der unvergessene Vico Torriani mit Gitarre und Schmalzlocke (von der Seite http://mikiwiki.org/)

Vor allem in Deutschland gibt es seit geraumer Zeit eine Diskussion über korrekte Sprache. So werden aus alten Kinderbüchern, die noch immer in Gebrauch sind fremdenfeindliche oder sexistische Ausdrücke entfernt. Dabei gilt es natürlich eine gewisse Gratwanderung einzuhalten, denn oft sind solche Ausdrücke explizit erwünscht. So kann ich aus den Werken Mark Twains nicht das Wort Nigger entfernen, da sonst der Sinn verloren geht. Immerhin geht es hier um die Diskriminierung eines Afroamerikaners. Andererseits hat zum Beispiel Astrid Lindgren noch zu Lebzeiten verfügt, dass Pippi Langstrumpfs Vater nicht mehr Negerkönig sein solle.

Grundsätzlich ist das eine sehr vernünftige Einstellung an die Sache heran zu gehen. Es macht einerseits Sinn, die Diskriminierungen der Vergangenheit aufzuzeigen und zu thematisieren aber andererseits Alltagsrassismen so weit wie möglich einzudämmen, quasi ein guter Mittelweg zwischen Gruppen 1 und 2.

Anschaulichkeit

Das ist alles sehr akademisch, ich versuche es hier mit einem Beispiel zu illustrieren. Wir alle kennen den Herrn Mölzer (ich werde hier sicher kein Bild von ihm publizieren). Der meint ja, es sei in Ordnung Neger zu sagen, weil es ein gutes deutsches (oder teutsches) Wort sei. Jetzt kann ich wenig mit dem Wort anfangen, aber mit Zigeuner kenne ich mich etwas aus. Was meint der Herr Mölzer, wenn er „Zigeuner“ sagt? Er sagt damit „diebisches, arbeitsscheues Gesindel, das Brunnen vergiftet und Kinder stiehlt“ (oder so ähnlich). Keine freundliche Sache so etwas zu sagen, oder? Grund genug dieses Wort zu verbannen. Wobei das bezüglich des Herrn Mölzer sowieso egal ist, weil wenn der „Roma oder Sinti“ sagt meint er auch „diebisches, arbeitsscheues Gesindel, das Brunnen vergiftet und Kinder stiehlt“.

Bei mir ist das etwas anders. Ich konnotiere (sollte einer meiner Schüler tatsächlich bis hierher gelesen haben, kann ich nur sagen, schaut euch die Bedeutung dieses Wortes in der Wiki an) das Wort Zigeuner ganz anders. Meine Großmutter meinte oft, sie sei ein halber Zigeuner, weil ihr Vater Roma oder Sinti war (aber ich glaube nicht einmal meine Oma weiß zu welcher der Volksgruppen mein Urgroßvater zählte). Ich verbinde daher mit diesem Wort Zigeuner immer so etwas wie „unbändige Lebensfreude“. Und ich denke auch Vico Torriani will das in dem Lied oben zum Ausdruck bringen (hört euch einmal den Text an, es geht um Freude, obwohl es einem schlecht geht). Im Gegensatz zum Herrn Mölzer verwende ich das Wort Zigeuner aber nicht im Alltag, weil ich nicht will, dass Menschen diese negative Konnotation der rechten Recken in meine Worte legen. Wohl ein Dilemma.

Und zum Abschluss einmal keine Musik, aber dafür ein genialer Videoclip:

Und hier noch unser heutiges Quiz: Als Preis gibt es einen Deckelöffner, der mir in die Hände gefallen ist, und so ziemlich das praktischste ist, das ich in den letzten fünfeinhalb Minuten gesehen habe. Sollte der erste Antwortende einer meiner Schüler (ja ich meine auch Schülerinnen) sein, bekommt sie (ja ich meine auch er) zusätzlich ein Mitarbeitsplus.
Die Frage: Wenn wir hier schon so viel schwarz hatten, wäre interessant zu wissen, was denn das schwarze Gold ist?

Noch mehr schwarz. Die junge Christina Ricci als Wednesday Addams (aus der http://www.cosmopolitan.co.uk/)

Noch mehr schwarz. Die junge Christina Ricci als Wednesday Addams (aus der http://www.cosmopolitan.co.uk/)

Versteht mich nicht falsch, ich bin ein großer Freund von Gleichberechtigung und es ist auch mein Anliegen, dass Homosexuelle Menschen heiraten können und Kinder adoptieren dürfen. Immerhin sind wir soweit gleich, dass wir doch alle die gleichen Rechte und Pflichten haben sollten. Außerdem kann ich nachvollziehen, dass sich das Thema derzeit irgendwie anbietet („Hallo Conchita, McFly“ für all jene die es nicht kapieren). Es ist aber sicherlich nicht das vordergründigste Thema für mich, und im Endeffekt sollte es das nicht einmal für schwule Männer und lesbische Frauen und andere transgender Menschen sein.

Wahlkampf

Warum diese meine Aussage? Gerade eben wird das Thema von der SPÖ aufgegriffen um damit Wahlkampf zu machen. Das Kalkül ist klar:

  1. Die SPÖ kann sich als Gutmenschenpartei für die EU-Parlamentswahlen positionieren
  2. Sie kann gleichzeitig ihre Konkurrenten von ÖVP und FPÖ wie die reaktionären Dodeln da stehen lassen, die sie auch tatsächlich sind.
  3. Gleichzeitig weiß die SPÖ auch, dass das Thema so unwichtig ist, dass man es getrost nach den Wahlen der ÖVP opfern kann (wurde ja schon öfter praktiziert)
  4. und das ist das wichtigste: Es lenkt von den wesentlichen Problemen des Landes ab.
So macht es die Regierung gerade, da vorne sitzt die süße Conchita und von hinten nimmt man uns die Kohle (ich hoffe das Copyright unterm Bild ist richtig, falls nicht ändere ich das natürlich)

So macht es die Regierung gerade, da vorne sitzt die süße Conchita und von hinten nimmt man uns die Kohle (ich hoffe das Copyright unterm Bild ist richtig, falls nicht ändere ich das natürlich)

Österreich trudelt noch immer in einer Rezession herum, die Arbeitslosenquote bricht jedes Monat neue Rekorde, die letzte wirkliche Bildungsreform erfolgte im Jahr 1921 mit dementsprechend veraltetem Zugang zu Bildung, die Abgabenquote ist eine der höchsten in ganz Europa, in den Städten explodieren die Immobilienpreise und Mieten, Alleinerzieher sind eigentlich kaum mehr in der Lage für sich und ein Kind zu sorgen, der Gesundheitssektor ignoriert die Prävention und steckt lieber irre Beträge in Behandlungskosten, obgleich Österreich eines der reichsten Länder der Welt und innerhalb der EU ist, gibt es nur einen Bettel für Entwicklungshilfe aus, Forschung wird sowieso totgespart, Für die dümmsten Dinge gibt es in Österreich neun/zehn Gesetze und genau so viele Stellen die diese verwalten, Frauen erhalten für die gleiche Arbeit ein Drittel weniger Lohn als Männer. Muss ich fortfahren? Das sind Themen, die eine sozialistische Partei auch ansprechen sollte, aber von der SPÖ habe ich nichts dergleichen in der Zeitung gelesen. Schnell das Feigenblatt Conchita überziehen und weiter wursteln.

Jetzt gehts mir etwas besser, und damit es mir noch besser geht kommt etwas brauchbare Musik:

Und hier noch der deutsche Vorzeigeschwarze:

Der absolut beste Spruch, den ich zum ESC gehört/gelesen habe ist „The Wiener takes it all.“ und schau an, wir haben sie alle genommen. Conchitas Auftritt war sehr gut, die Marketingmaschinerie hinter ihrem Auftritt genial und die hysterischen Hater, Homophoben und Sexisten haben das ihre zum Erfolg beigetragen.

Erfolgsprinzip

Ich hoffe, das hört sich nicht so an, als würde ich den Erfolg allein auf das Auftreten zurück führen. Sicher das hat den Ausschlag gegeben um aus einem Top 10 Lied den ersten Platz zu machen, aber gesanglich war das Lied sicher eines der Besten, und auch wenn ich kein großer Fan dieser James Bond Titellieder bin, hat es natürlich schon was, und uch hier hat man sich keinen Patzer erlaubt. Das Gesamtkunstwerk war also durchaus siegertauglich. Heuer war insgesamt das Feld sehr gut, kaum peinliche Beiträge, was den Sieg noch einmal erstaunlicher und toller macht.

Meine Interpretation des Spruchs, KO ich bin kein Künstler was Bildbearbeitung betrifft, aber das ist mir Wurst.

Meine Interpretation des Spruchs, OK ich bin kein Künstler was Bildbearbeitung betrifft, aber das ist mir Wurst.

Meine Kinder sind im übrigen auch sehr begeistert und Sarah meinte, sie wolle auch einmal beim Song Contest teilnehmen (wenn sie sich traut). Da sieht man, was die Wurst alles erreicht.

Machismus und Sexismus

Auf jeden Fall wurde Sexismus und Machismus eine Absage erteilt. Der polnische Beitrag war trotz Softporno nur im Mittelfeld. Auch praktisch alle Osteuropäischen Länder gaben Österreich Punkte (5 Punkte aus Russland – Take this Vladimir). Wir hätten von vielen Ländern noch mehr Punkte erhalten, wenn die Juries der Länder den Beitrag nicht runter gevotet hätten. So hatte Österreich in Rußland Platz 3 nach dem Televoting, die Jury setzte uns auf Rang 11 (insgesamt 6.) Besonders bezeichnend Deutschland: Beim Publikum war Conchita 1. Die Jury hat uns auf Platz 11 gesetzt. Die Polinnen mit den Eindeutigkeiten wurden hier durch die Jury bestätigt, auch von Sängerinnen, die nicht so aussehen, als würden sie sonst für diese Art von Frauenbild stehen. Das Sido solche Art von Menschenverständnis (und Musikverständnis) hat, war sowieso klar.

Jetzt hab ich da sogar noch ein wenig Gesellschaftskritik raus geholt und beschließe mit Conchita. Bitte beachtet, dass das Publikum mitsingt, und das war der erste Auftritt (also nicht der zweite, als sie gewonnen hatte):

Auch das zweite Semifinale ist vorüber und generell muss man sagen, dass es qualitativ um einiges hochwertiger war, als das Erste. Natürlich mit Ausnahme der Holländer, die echt ein Wahnsinn sind. Tatsächlich sind auch die meisten meiner favorisierten Titel weiter gekommen, vielleicht hätte es noch der israelische Bass schaffen können, die Dame war auch ganz gut.

Wenig überraschend sind die Polinnen mit ihrer Softpornonummer weiter. Möglicherweise auch, weil sie den hässlichen Typen, der in der Video-Version noch reinrappt weggelassen haben und dafür noch eine wäschewaschende halbnackte Dame auf die Bühne stellten. Das Auge hört eben mit. Wir wollen hier aber keine Sexismus Debatte führen, oder? Überhaupt finde ich, dass die heurigen Teilnehmer weit weniger nackte Haut zeigen als letztes Jahr. Wäre im übrigen ein nettes VWA-Thema: Wie viel Haut zeigt ein durchschnittlicher ESC Sieger (im normalfall übrigens weiblich)?

Hier kein Bild der Damen, das müsst ihr Euch am Samstag schon selbst anschauen (diese Icons sind von hier: http://theminipopicons.tumblr.com/)

Hier kein Bild der Damen, das müsst ihr Euch am Samstag schon selbst anschauen (diese Icons sind von hier: http://theminipopicons.tumblr.com/)

Hier noch die komplette Liste:

  1. Polen: Kommentar siehe oben
  2. Slowenien: Hätte ich nicht gerechnet, war auch nicht sonderlich berauschend, aber dafür mit Querflöte
  3. Schweiz: Singen kann er nicht, pfeifen um so mehr und lieb schaut er auch drein.
  4. Rumänien: Das einzige Duett heuer mit Bombastshow, die merkt man sich.
  5. Norwegen: Der stille Wikinger ist echt gut, das Lederarmband hat er wohl, um zu zeigen, dass er ein ganz wilder ist und kein Teddybär.
  6. Griechenland: Irgendwo hab ich gelesen, dass die gut sein sollen und ur beliebt sind, ich weiß nur nicht, ob sie zum Semifinale vielleicht irgendwelche untalentierten Double geschickt haben, dass wäre sicher das letzte Lied gewesen, dass ich ins Finale gewählt hätte.
  7. Malta: Ja ganz gut, aber nix aufregendes.
  8. Weißrussland: Meine tollen Letten durften nicht ins Finale, aber der Käsekuchen darf? Dabei hat Russland gestern gar nicht mitgevoted.
  9. Finnland: Die waren nicht nur süß, die Nummer war auch sehr gut. Rock geht ja meistens nicht so gut beim ESC, ich wünsche auf jeden Fall viel Glück.
  10. Österreich: Eigentlich war das klar. Diesmal haben wir nicht nur eine auffällige Interpretin, nein der ORF hat sogar einige Mäuse für Pyrotechnik springen lassen, was angesichts des Songtitels eigentlich Pflicht war.

Und zum Abschluss noch Spam:

Das erste Halbfinale ist um, und meine Lieblinge aus Lettland draußen. War abzusehen. Die sind zwar voll süß und irre fröhlich, aber erstens haben sie für die Bühnenshow keinen Pfennig ausgegeben und sind daher recht verloren auf dem riesen Bühnendings rumgehüpft, wie so Althippies auf der Donauinsel und außerdem gehen solche Lieder beim ESC sowieso nicht.

Und wer ist weiter? Hier die Liste mit meinen Meinungen dazu:

  1. Armenien – Eher ein Witz, der Typ kann weder singen, noch ist das Lied irgendwie interessant (dafür fackelt er den Saal ab)
  2. Azerbaidschan – Die Dame hat glaube ich keine schlechte Stimme, aber eigentlich kann ich mich nicht an den Song erinnern
  3. Ungarn – Weiter durch gutes Aussehen, der ESC erfreut sich ja großer Beliebtheit in der MSM Szene, wenn die fleißig voten, würde das einiges erklären, denn singen kann der junge Mann nicht.
  4. Montenegro – Gut der hat es verdient, war sicherlich Top 5 an diesem Abend, passable Stimme, eingängige Melodie aber kein Siegerlied, mir gefällt es aber.
  5. Ukraine – Hier gilt das gleiche wie für Ungarn, allerdings mit Hetero-Männern, aufgrund ihrer Gesangsleistung kann sie nicht gewählt worden sein. Vielleicht liegt es auch am Hamsterrad.
  6. Russland – Hier hat das Publikum gebuht, find ich jetzt nicht ganz fair, was können die Mädels für die Politik Putins? Das war irgendein Einheitsgesinge, aber gut: Nette ansprechende Bühnenshow und die Damen waren gesanglich weit besser als einige andere unter den 10 Finalisten hier, das es sicher verdient war.
  7. San Marino – Echt jetzt? Das war Retro Schlager und noch dazu schlecht gesungen. An der Windmaschine kanns ja wohl nicht liegen, oder?
  8. Schweden – Das wäre mal was gewesen wenn der ESC auf solch einen Schlager/Dancefloor Wurx verzichten würde. Allerdings hat die Hanna sicher eine bessere Stimme als die Leute aus Ungarn/Armenien/Ukraine/San Marino, also warum nicht?
  9. Island – Die werden zwar im Endklassement sicher nur 13ter aber die sind wenigstens lustig und eine farbliche Bereicherung sowieso, vielleicht kriege ich so einen Anzug für den Schulball
  10. Niederlande – Wenn dieses Lied nicht weiter gekommen wäre, hätte ich vielleicht auf des ESC am Samstag verzichtet. Das war das mit Abstand (wir sprechen hier von astronomischen Einheiten) beste Lied des Abends bezüglich Melodie, Gesang, Stil und überhaupt allem!

Hier noch zwei Bilder vom Abend und dann ein Video mit guter Musik, als der ESC noch Hits produzierte, die die Zeit überdauerten:

Das ist isländisches Farbenspiel mit Bart (so muss der aussehen Conchita) (Man sieht in der Ecke, das ist ein Pressefoto, dort liegt das Copyright)

Das ist isländisches Farbenspiel mit Bart (so muss der aussehen Conchita) (Man sieht in der Ecke, das ist ein Pressefoto, dort liegt das Copyright)

Hier sieht man Mariya Yaremtschuk und ihr Hamsterrad im Hintergrund (Foto ist von dieser Seite: http://blog.prinz.de/grand-prix/zweite-probe-ukraine-bei-mariechen-geht-es-rund/)

Hier sieht man Mariya Yaremtschuk und ihr Hamsterrad im Hintergrund (Foto ist von dieser Seite: http://blog.prinz.de/grand-prix/zweite-probe-ukraine-bei-mariechen-geht-es-rund/)

Wie versprochen hier noch ein Video. Die Dame (Sandy Shaw) in dem Video war im übrigen die Erste, die den Song Contest ohne Schuhe gewonnen hat. Das war ja die letzten beiden Jahre auch so:

Heute war Streichetag bei uns in der Schule. Mir war nicht bekannt, was das ist, denn wir hatten so etwas nicht. Dabei führen sich die Achtklässler auf wie Viertklässler, weil das ihr letzter regulärer Schultag ist. Montag beginnt die schriftliche Matura, mal sehen wie das wird.

Auf jeden Fall sind unter anderem Sprüche von Lehrern am Gang gehangen. Interessant ist, ich soll folgendes gesagt habe: „Das ist Brom, das ist giftig! Wollt ihr riechen?“ Ich kann mich nicht erinnern das gesagt zu haben, meine Frau meint aber es könnte schon sein, dass ich solch absurde Dinge von mir gebe.

Sprühregen

Immerhin wurde niemand mit Brom eingesprüht sondern nur mit verdünnter Ammoniaklösung und Phenolphthalein, was eine stinkende rosa aber verschwindende Tinte ergibt.

Brom ist eines von zwei Elementen, das bei Raumtempratur und Normaldruck als Flüssigkeit auftritt (Bild ist von hier: http://greatmindsofscience.tumblr.com/)

Brom ist eines von zwei Elementen, das bei Raumtempratur und Normaldruck als Flüssigkeit auftritt (Bild ist von hier: http://greatmindsofscience.tumblr.com/)

ESC die letzte Vorstellungsrunde

Drei Länder fehlen noch. Der westlichste Festlandteilnehmer Portugal soll den Anfang machen: Dieses Land schickt Suzy mit Lambada. Na OK es ist nicht wirklich Lambada, es versucht nur so zu klingen, ist aber langweiliger und wird viel schlechter gesungen.

Belgien hat eine ähnliche Tradition wie Österreich. Regelmäßig schickt man vollkommen unpassende Beiträge zum Song Contest und wundert sich, dass man bereits im Semifinale ausscheidet. Daher verwundert auch nicht die heurige Auswahl dieses Benelux Staates. Axel Hirseux singt nicht besser als Graf Dracula letztes Jahr ist aber um etwa 120% weniger flamboyant. Mal abgesehen davon, dass das Lied sich ein wenig sehr weinerlich anhört, da kann auch die relativ gute Stimme wenig dagegen tun. Ich denke wir haben hier einen großen Favoriten auf den letzten Platz:

Alle die es bis zum letzten Song durchgehaltn haben, habe ich noch eine positive Überraschung: Den zweiten teilnehmenden Benelux Staat, nämlich die Niederlande. Letztes Jahr mit einem echt guten Beitrag (Vögel von Anouk), läßt sich das Land auch heuer mit den Common Linnets nicht Lumpen. Das ist definitiv einer meiner Favoriten. Erinnert ein wenig an Lady Antebellum, mich stört das aber wenig, weil die gefallen mir eh auch. Der Titel Calm after Storm passt auch sehr gut zur derzeitigen politischen Lage. Ich hoffe der Sturm ist bald vorbei:

Gewinnspiel

Der Erste (oder natürlich die Erste), der mir das zweite flüssige Element (es gilt Raumtemperatur und Normaldruck, für all jene Scherzkekse, die mich falsch verstehen wollen) bei den Kommentaren dazu schreibt, bekommt eine Schokolade von mir. Also nur zu.