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Ich war heuer sehr motiviert. Es sind noch etwa zwei Wochen bis zum Song Contest und es fehlen mir nur noch sechs Teilnehmer, das heißt nach dem heutigen Beitrag nur noch einer bis zu den Semifinali, die ich auch wieder mit einem Blog beglücken werde. Heute einmal ohne moralisierenden Einstieg direkt ins Geschehen:

Balkan die Zweite

Vor etwa zwei Wochen habe ich die drei ersten Balkan-Länder Albanien, Montenegro und Mazdonien abgehandelt. Dabei habe ich auch auf die große Unterrepresäntanz dieser Region hingewiesen. Auch Bulgarien (damals nicht erwähnt) wird fehlen. Das liegt vielleicht an chronisch schlechten Beiträgen. Bei acht Bewerbungen wurde nur ein einziger Einzug ins Finale geschafft. Der damalige 5. Platz war in bulgarisch gesungen, allerdings mit dem englischen Titel Water.

Hier die damals Fünft-Platzierten Elitsa Todorova und Stoyan Yankulov beim ESC 2007 an (© Rolf Klatt)

Hier die damals Fünft-Platzierten Elitsa Todorova und Stoyan Yankulov beim ESC 2007 an (© Rolf Klatt)

Genug mit der Gefühlsduselei, hier kommt der Beitrag des südwestlichen Nachbarn Bulgariens, Griechenland: Teilnehmer sind Freaky Fortune feat. RiskyKidd und damit in Folge der zweite Beitrag Griechenlands mit Männern. Allerdings schlißt man an die jahrelange Tradition des schlechten Dancefloor an. Irgendwie irritierend, denn diesmal sind nicht einmal hübsche Personen auf der Bühne, wenn die Musik schon schlecht ist. Im übrigen ruhig weiterhören, der Beginn klingt zwar nach Beerdigung, aber das ist nur von kurzer Zeit. Vielleicht wollen sie damit aber nur ihren Ausstieg aus der Gruft thematisieren, in dem es in diesem Lied wohl geht:

Cristina Scarlat nimmt für Moldau an dem Gesangswettbewerb teil. Ebenfalls ein wenig Dancefloor, aber unterlegt. Der Hauptteil versucht etwas ähnliches zu sein wie Conchita Wurst, oder eigentlich eher wie Adele und ihr James Bond Lied-Dings. Schwer zu sagen, ob Christina oder Conchita das besser rüberkriegen, ich würde zwar behaupten die Moldauerin hat die bessere Stimme, Conchita hat aber sicherlich den besseren Bart.

Conchita und Christina, wer ist die bessere Adele (Bild 1 ist von Manfred Werner Bild 2 von Vlad Vlas)

Conchita und Christina, wer ist die bessere Adele (Bild 1 ist von Manfred Werner Bild 2 von Vlad Vlas)

Zwischen diesen beiden Ländern liegt noch Rumänien. Dieses Jahr ohne Graf Dracula (ihr könnt Euch sicher an letztes Jahr erinnern), dafür als Mitfavorit. Das kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen, weil hier haben wir erneut Osteuropa-Dancefloor, aber bitte. Lasst Euch nicht von der Einleitung von Paula Seling & OVI irritieren, es wird ein Bumm-bumm-bumm Lied:

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Wir sind ja gerade in Kärnten. Das bedeutet, dass wir mit den Kindern ständig irgendwo unterwegs sind. Gerade sind wir aus dem Lego Movie gekommen und da ich sonst nur so ernstes Zeug kommt, schreib ich hier mal eine Kurzrezension:

Basteln für die Welt

Interessant ist einmal, dass mir der Film gefallen hat, während meine Frau ihn langweilig fand. Ich denke das lag an dem selben Grund.In dem Film geht es um nicht weniger, als die Rettung der Welt. Dazu benötigt es den Auserwählten (einen 08/15 Bauarbeiter), der die Lego-Figuren gegen Lord Business eint und am Ende sogar das Mädchen von Batman bekommt.

Klingt stereotyp? Klingt abgedroschen? Genau das ist es, und genau darum hat der Film meiner Frau nicht gefallen – und ich kann das auch nachvollziehen. Warum hat er also mir gefallen? Vielleicht deshalb, weil der Film sich auf sehr lockere Weise nicht ernst nimmt und ich genug von den coolen Sprüchen gehört habe, um mich von der Handlung abzulenken. Die Witze waren für Erwachsene, nicht für Kinder.

Warum hat der Film dann meinen Kindern gefallen? Na ja es war laut, es war bunt, es war actionreich und der Film hatte ein super rührseliges Ende, da können sie drüber wegsehen, dass sie die Anspielungen auf Matri und Co nicht verstehen.

the-lego-movie-poster

Viel besser aber als der Lego-Film ist The Grand Budapest Hotel. Den haben wir einen Tag früher geguckt (wie unsere deutschen Nachbarn sagen würden) und er hat uns beiden gefallen. Der Film hatte eine grandiose Mischung aus skurriler Handlung, faszinierenden Bildern, großartigen Schauspielern und einem Ralph Fiennes, der den perfekten Concierge gibt. Er ist zuvorkommend, geschäftstüchtig und ein brillanter Mentor in einem. Jedem kann ich nur wärmstens empfehlen sich diesen Film anzusehen.

Noch ein Filmplakat (das hab ich diekt von der imdb.com)

Noch ein Filmplakat (das hab ich diekt von der imdb.com)

Die wichtigen Dinge

Der April neigt sich dem Ende zu, und mir fehlen noch schrecklich viele Beiträge zum ESC, um ein wenig aufzuholen, mache ich heute die flächenmäßig größten Staaten, die noch fehlen: Russland, Ukraine, Polen (ja ich geb es zu, dass ist ein Trio mit Sprengstoff derzeit).

Beginnen wir mit dem größten der drei Länder, nämlich Russland. Die Tolmachevy Sisters (ja genau Zwillinge) haben breits Erfahrung im Gewinnen. Bereits 2006 haben sie den Song Contest gewonnen. Da waren sie allerdings erst neun und hätten beim richtigen nicht mitmachen dürfen, weshalb sie damals den Junior Eurovision Song Contest gewonnen haben. Diesmal versuchen sie beim großen Bruder zu scheinen, mit der eher belanglosen irgendwas werden sie bei den Vasallenstaaten Ruslands wahrscheinlich punkten, allerdings sonst eher untergehen:

Das „noch“ zweitgrößte Land aus dieser Gruppe, nämlich die Ukraine wird von Mariya Yaremchuk vertreten. Sie versucht es pünktlich zu erscheinen und wählt dafür eine Titel, der durch Ke$ha (ich hoffe die schreibt sich wirklich so, ich bin zu faul das zu googeln) berühmt wurde. Leider ist das das einzige Plagiat an dem Song, der Rest ist einfach nur langweilig anzuhören. Aber vielleicht kommt es ja eher auf die optischen Reize an, die ausgesandt werden:

Das mit den optischen Reizen ist auch bei Polen relevant, obwohl das Lied insgesamt auch etwas mehr hergibt als die beiden oberen Lieder. Donatan und Cleo haben einen leicht rappigen Mix mit folklore Tönen und sprechen mit ihrem Titel alle Slawen an, um Stimmen zu ergattern. Shwer zu sagen wie der Titel ankommen wird. Kann sein, dass sie im Semifinale abstinken, wie unsere „Rapper“ aus dem Jahr 2012 (ich hab sie zuerst schon fürs letzte Jahr geschrieben, weil ich unser letztjähriges Lied total verdrängt hatte), kann aber auch sein, dass sie unter die Top 5 damit kommen:

Unsere Kinder (und damit meine ich die Zwillinge) besuchen ja eine Ganztagsschule. Ein Ort, der es unter anderem berufstätigen Eltern erlauben soll, stressfreier mit dem Thema Schule umzugehen. Grundsätzlich ein hehres Ziel und begrüßenswert, allerdings kaum umgesetzt. Einmal abgesehen davon, dass unsere Kinder ständig „freiwillige“ Arbeitsaufträge mit nach Hause bekommen, wie etwa ganze Seiten Text lesen, oder mehrere Arbeitsblätter oder beides, wird durch die Bürokratie die dort vor Ort herrscht, unser Leben sicher nicht einfacher.

Früher frei

Letzte Woche etwa, war eins unserer Kinder krank und zu Hause. Meine liebe Frau arbeitete deshalb von zu Hause aus (zumindest ihr Arbeitgeber Pfizer sei an dieser Stelle lobend erwähnt), um das kranke Kind im Auge zu haben. Am frühen Nachmittag wollte sie allerdings den zweiten Zwilling von der Schule holen, damit der nicht bis 16.30 in der Schule sein muss. Dazu sei gesagt, dass am Freitag der reguläre Unterricht nur bis 14.00 geht, unsere Kinder aber aufgrund unserer Arbeit bis 16.30 in der Schule bleiben. Allerdings rückte die Schule den weinenden Zwerg seiner nicht minder verduzten großen Schwester nicht aus, mit der Begründung, dass die Betreuung bis 16.30 eingetragen sei.

Nun kann ich gut verstehen, dass die Betreuer die Kinder nicht einfach irgendjemandem geben können, allerdings war in diesem Fall klar, dass es sich um die Schwester handelt, und es war auch klar, dass der zweite Zwilling zu Hause mit der Frau Mama wartet. Außerdem kann jeder jederzeit in diese Schule rein und sich vom Gang irgendwelche Kinder mitnehmen, denn es weiß nie irgendeiner der Betreuer, wo sich spezielle Kinder befinden, oft sind Kinder alleine im Gang und spielen, während die Betreuer in den einzelnen Räumen sind. Wie kann also einerseits diese vollkommene Unfreundlichkeit den Eltern beziehungsweise Kindern gegenüber aufrecht erhalten werden, wenn andererseits sowieso die Aufsichtspflicht in der Schule nur mangelhaft Ernst genommen wird?

Wird die Aufsichtspflicht gehandhabt, wie von diesem Babysitter (Bild aus der helfendeelfenwiki)

Wird die Aufsichtspflicht gehandhabt, wie von diesem Babysitter (Bild aus der helfendeelfenwiki)

Zurück zum Wesentlichen

Heute gehen wir in den absoluten Südosten, den Kaukasus. Die drei Mini-Republiken Armenien, Georgien und Aserbeidschan schickten in den letzten Jahren immer Beiträge gebracht, die – auch Aufgrund des Nachbarbonusses – immer wieder recht gut platziert waren. Für Armeinien startet Aram MP3 der eine Edelschnulze zum besten gibt, und daher wahrscheinlich nicht allein ohne Punkte übrig bleiben wird:

Azerbaidjan versucht es sehr ähnlich, allerdings mit der Sängerin Dilara Kazimova haben sie eine weit hübschere Interpretin. Allerdings ist der Song echt fad. Ich hoffe sie zünden was auf der Bühne an, sonst schläft die Hälfte des Publikums bei dem Song ein:

Der georgische Beitrag von The Shin and Mariko ist etwas interessanter (rein musikalisch), obgleich die Akkustikgitarre und der Althippie-Look wohl niemanden ins Orbit schießen wird vor Begeisterung. Diese Art von Beiträgen würde nur funktionieren, wenn der Ethno-Teil die Nachbarn besser abbilden würde, und irgendwie wirkt das nicht so:

Hier kommen sie, die Top 3 meiner Osterfavorites:

Platz 3: Bernd das Brot. Eigentlich ist Bernd imer Top, aber zu Ostern kleidet er sich dementsprechend und bringt uns alle in Stimmung. Erst mit Bernd wird Ostern so richtig pink.

Bernd trifft den Osterhasen (oder so) (das Bild habe ich von mehlsuppe.de)

Bernd trifft den Osterhasen (oder so) (das Bild habe ich von mehlsuppe.de)

Platz 2: Dinge verstecken: Seit meine Kinder groß genug sind, verstecke ich Zeug für sie. Ostersonntags um 6.00 aufgewacht in den Garten gewankt (meist sind wir zu Ostern in Kärnten) und Zeug verteilt. Einfach genial den Zwergen beim Suchen und Strahlen zuzusehen.

Platz 1: Noggy-Eier: Das ganze Jahr über freue ich mich auf diese Nougat-Eier. Ich weiß nicht weshalb, aber Ferrero macht den Nougat anders als alle anderen Schokoproduzenten (vielleicht ist Blut drinnen), auf jeden Fall könnte ich die Dinger säckeweise konsumieren. Ärgerlich nur, dass der Spar bei uns ums Eck keine Noggi-Eier führt, vielleicht sollte ich eine Petition für mehr dieser Eier starten.

Noggy Eier - das Beste, was einem zu Ostern passieren kann. (copyright für das Bild liegt natürlich bei Ferrero)

Noggy Eier – das Beste, was einem zu Ostern passieren kann. (copyright für das Bild liegt natürlich bei Ferrero)

Osterinseln

Zurück zum ESC, Osterinseln nehmen keine Teil, dafür aber vier Inseln. Zwei davon (Island und Großbritannien) habe ich schon abgehakt, ein Dauergast (Zypern) nimmt heuer nicht teil (warum eigentlich? Das wirtschaftlich gebeuteltere Griechenland nimmt immerhin auch Teil), bleiben die Inseln Malta und Irland.

Malta hat fast immer gute Songs. Firelight klingt nach Singer-Songwriter Musik. Also ein wenig Folk-Pop mit akustischer Gitarre, Mädel, das im Hintergrund drüber singt und beschwingter Melodie. Also auch dieses Jahr trifft die Mini-Insel meinen Geschmack:

Da Irland heuer die hyperventilierenden Zwillinge daheim läßt, versuchen sie die andere Insel (Zypern) mit einfachem Dancefloorpop zu ersetzen, sonst wäre uns das vielleicht abgegangen. Can-Linn tanzt zwar nicht selbst, läst dafür zwei Jünglinge irisch rumhüpfen. Das und die Geige machen es aber trotzdem nicht irischer. Für irische Folklore ist heuer also tatsächlich der Mazedonische Beitrag verantwortlich. Herzklopfen bekomme ich von Can-Linn eher nicht:

Geografische Insel habe ich jetzt nicht mehr, daher kommt hier die Insel der Seligen, in der normalerweise der Präsident bestimmt, wer Auftritt. Die Rede ist natürlich von Weißrussland, dem letzten autokratischen Paradies Europas. Mit Teo kommt einmal keine leicht bekleidete Dame, aber ein Junge mit beschränkt originellem Text. Mit etwas Glück gibts am Abend des Songcontest viele Topfenkuchen, dann bekommt er von denen wenigstens einige Stimmen:

Doch das Pferd bin nicht ich. Mit Fug und Recht kann ich behaupten, ich bin kein Pferd, und ich habe auch ein Testergebnis, das das beweist:


Are you a horse? -- Create and Take a Fun Quiz @ NerdTests.com's User Tests!

My Result: You’re not a horse.
-= click to take @ NerdTests.com =-

Ich gebe es zu, davor hab ich irgendsolche Nerd-Tests gemacht und ich bin ein Geek, aber kein zu großer. Aber zumindest größer als meine Frau, die aber noch immer von sich behaupten kann, sie habe Baldurs Gate 1&2 durchgespielt. Ich hab das nicht geschafft.

Die Box von Baldurs Gate 1 (haben wir nicht mehr, daher hier das Bild direkt von Bioware, die auch das copyright haben)

Die Box von Baldurs Gate 1 (haben wir nicht mehr, daher hier das Bild direkt von Bioware, die auch das copyright haben)

Balkan bei ESC die Erste

Nicht nur Kroatien setzt heuer aus, auch Serbien und Bosnien passen, obgleich diese Länder in den letzten Jahren meist gut abschnitten. Damit fallen dann wenigstens diese Länder für die jährlichen Verschwörungstheorien weg. Daher beginne ich den Balkan mit einem sehr guten Lied gesungen von Hersi, die für Albanien an den Start geht. Tatsächlich ist One Night’s Anger das erste Lied, seit dem lettischen Beitrag, dem ich den Sieg gönnen würde. Die Dame singt unaufgeregt schön und hat ein fabelhaft einfaches und freundliches Lied dafür.

Tijana aus Macedonien (eigentlich Ehemalige jugoslawische Republik Macedonien) ist auch eine große Verbesserung zu den letzten Beiträgen aus diesem Land. Man sollte ja nicht auf Äußerlichkeitn achten, allerdings erinnert ihr Gesicht an das Tier aus dem Titel (dieses Artikels, nicht des Liedes, denn der leutet To the Sky).

Zumindest Sergej Ćetković hält die Folklore Tradition der Balkanstaaten hoch, auch wenn die Klänge eher an Irland erinnern, als an Balkan-Pop. Und auch der Titel My Love sowie Sergejs Stimme erinnert ein wenig an Irlands größten Sohn beim Song Contest. (ich muss an dieser Stelle hoffentlich nicht erwähnen, dass ich Johnny Logan meine, oder?). Was sol ich sagen, der Song wirkt ein wenig verstaubt, tut aber auch nicht weh.

Schoko schauen

April 4, 2014

Einer der größten Vorteile als Lehrer ist, dass wir unsere Schüler hie und da an interessante Orte begleiten dürfen. Nächste Woche zum Beispiel werde ich gemeinsam mit meinen Achtklässlern zur Zotter Schokomanufaktur fahren. Deshalb kriege ich in einer Woche Schokolade bis zum Abwinken. Zotter ist ja nicht nur in Linkslinker Gutmensch, sondern er ist derzeit auch ökonomisch durchaus erfolgreich, weshalb er eben einen Laden in Shanghai eröffnet. Scheinbar ist es also möglich auch mit relativ hohem Sozialstandard erfolgreich zu sein.

Klasse – Masse

Natürlich werden jetzt einige (durchaus zurecht) einwenden, dass das ja nur deshalb funktioniert, weil der Herr Zotter aus seiner Schokolade ein Lifestyle-Produkt gemacht hat und die Kunden es ausschließlich deshalb kaufen, weil es jedes nur erdenkliche Kriterium von Fair Trade über Bio zu Stärkung der lokalen Wirtschaft erfüllt. Daher kosten 80g auch beinahe 4€ und wenn ich für meine Kinder daheim kaufe, nehme ich die rechtsböse ultrabillige ausbeuterische Großkonzern-Schoki (300g um 2,10 bei Sonderangebot). Aber ich habe ja auch nicht behauptet das wir immer nur gut sein können, und wenn ich meinen Schokoladekonsum so aufrecht erhalten möchte wie derzeit, muss mein schlechtes Gewissen eben wegschauen.

Kennt ihr das? Ihr müsst in Eurer RPG Gruppe den Paladin immer zu einem Spaziergang mitnehmen, damit ihr die schlimmen Dinge tun dürft. So geht es auch mit meinem Gewissen, wenn ich Schoko kaufe. (Bild ist von diesem Blog: http://pewpewlazerz.wordpress.com/)

Kennt ihr das? Ihr müsst in Eurer RPG Gruppe den Paladin immer zu einem Spaziergang mitnehmen, damit ihr die schlimmen Dinge tun dürft. So geht es auch mit meinem Gewissen, wenn ich Schoko kaufe. (Bild ist von diesem Blog: http://pewpewlazerz.wordpress.com/)

Back to the Roots

Eigentlich gehts hier ja um die Musik oder? Ich möchte Skandinavien abschließen und beginne mit dem Gastgeber Dänemark. Die schicken Basim einen marrokkanisch stämmigen Jungspund, der ein durchaus fröhliches Lied trällert. Meiner Meinung nach nicht unbedingt eingängig, aber auch nicht schlecht. Und vom Text her erfüllt es jedes Song Contest Cliche:

Damit zum nördlichsten Teilnehmer: Island. Eine sehr farbenfrohe Band mit Namen Pollapönk vertritt die Insel. Sie treffen meinen Farbgeschmack und auch der Musikstil konviniert mit mir. Allerdings sollten sie bis Mai unbedingt noch Ghost-Sänger auftreiben, denn der Gesang tut weh:

Wir sind mit Skandinavien fertig, da ich aber noch Platz für ein Video habe gehe ich jetzt ganz in den Süden und porträtiere (ich bin eben durch die Autokorrektur draufgekommen, dass man nicht mehr portraitieren schreiben darf) die israelische Interpretin. Mei Finegold singt überraschend tief für ihr Aussehen. Ich denke das Lied kann mir gefallen, wenn ich es mir oft genug anhöre. Es verwendet nur wenig Dancefloor und ist insgesamt etwas rauer als die letzten Beiträge aus dem Land, obwohl auch diesmal wieder stark auf Sex-Appeal gesetzt wird.

April April

April 2, 2014

Das soll jetzt kein Scherz werden (ist sowieso einen Tag zu spät), aber der einzige Fan, den mein Blog hat, und den ich freundlicherweise auch ab und an in meiner Wohngegend sehe meinte, ich solle bei den Alliterationen bleiben. Und obwohl „April April“ keine großartige ist, bietet sie zumindest einen thematischen Einstieg.

Gedanken

Neben meinem erbitterten Kampf für mehr Song Contest, schreibe ich ja auch immer ganz gerne über Bildung/Erziehung. Liegt irgendwie auf der Hand, wenn ich bedenke, dass ich den ganzen Tag von den Zwergen umgeben bin. Daher freu ich mich immer Artikel dazu zu lesen, die auch meine Meinung widerspiegeln. Heute habe ich einen Artikel im Standard zur Kinderfreundlichkeit Österreichs genossen. Ich war grade am Spielplatz. Unsere neue Familienministerin Sophie Karmasin beklagt die Kinderlosigkeit der ÖsterreicherInnen, und erkennt sofort, dass es nicht am Geld, sondern am generell kinderfeindlichen Klima liege (wie etwa, keine Betreuungsplätze, schlechte Aufstiegschancen für Mütter, …)

Unsere Familienministerien Sophie Karmasin (© Karmasin Gruppe)

Unsere Familienministerien Sophie Karmasin (© Karmasin Gruppe)

Also das unterschreibe ich ja gerne ales, vor allem weil eindeutig gesagt wird, es liege eben nicht am Geld (die Transferleistungen – und darüber will ich mich gar nicht aufregen – für Kinder sind irre hoch im europäischen Vergleich). Und welche Maßnahmen schlägt die Frau Minister also sofort vor? Die weitere Anhebung der Familienbeihilfe! Echt jetzt? Gut sie verlangt auch mehr Kindergartenplätze, aber wir sind in Österreich und der Kindergarten ist praktisch vollständig Sache der Länder.

Noch mehr Gedanken

Was diesem Land wirklich fehlt, wird natürlich wieder ausgeklammert. In Österreich nutzen nur etwa 5-10% der Väter die Möglichkeit der Karenz, und die, die das in Anspruch nehmen, bleiben im überwiegenden Teil nur einige Alibi-Monate daheim, damit sie sich danach brüsten können welch liberaler Vorzeigepapa sie doch sind. Wenn ich anderen Menschen von meinen eigenen Erfahrungen zu Hause erzähle bekomme ich immer wieder zu hören, wie toll das doch sei, was für eine grandiose Leistung. Das ist eigentlich unerträglich. Es ist nicht sensationell sich die Erziehungszeit mit seinem Partner zu teilen. Das ist/muss selbstverständlich sein. Hier muss etwas getan werden. Sie wollen Kindergeld? Dann nur, wenn beide Elternteile gleich lang (+/- 20% zu Hause bleiben). Firmen sollten sämtliche öffentliche Aufträge verlieren (und/oder scherzhafte Strafen kassieren), wenn sie nicht gewährleisten, dass jeder Mitarbeiter ein Jahr/Kind zu Hause bleiben kann.

Ich nehme an, die Anzahl der Kinder würde nicht sprunghaft steigen, allerdings stiege das Bewusstsein für Kinder und auf die lange Sicht könnte Österreich wieder kinderfreundlich sein.

ESC

Jetzt aber noch schnell drei Beiträge, die sich nicht qualifizieren müssen, da sie bereits gesetzt sind. Ich spreche von den drei noch nicht gezeigten Big Five (E, I, D, F, GB)

Für Frankreich tritt heuer Twin Twin an. Die Franzosen sind bekannt sich wenig um Mainstream zu scheren. In den letzten waren sie daher nie sonderlich erfolgreich. Auch heuer bleiben sie dem französischen treu und der Titel Moustache und das dazugehörige Lied wirken zwar witzig (und meine Tochter wird es wegen des Barts mögen), aber ich wage zu bezweifeln, dass das Lied der Renner wird:

So treten die Franzosen auf (oder zumindest unter diesem Logo).

So treten die Franzosen auf (oder zumindest unter diesem Logo).

Großbritannien hat es in den letzten Jahren mit alternden Stars versucht (Engelbert, Bonnie Tyler). Heuer schicken sie Molly (aber nicht Weasley), die weit jünger ist. Mit Children Of The Universe versucht man es mit einer Rockballade bei der besagte Molly sich gesanglich an Sheryl Crow versucht (mit Betonung auf versucht). Wen sie den Auftritt so macht, wie d unten gezeigt, merkt sich keiner, worum es da gegangen ist:

Spanien schickt Ruth Lorenzo, die eine angenehme Stimme hat und mit der angenehmen Ballade Dancing in the Rain eine angenehme Darbietung abliefert. Dass sie damit niemandem Weh tut, kann aber auch ein Nachteil sein. Trotzdem, meiner Meinung nach das mit Abstand beste Big Five Lied heuer. Und ja diese Lieder hören wir alle sowieso im Finale: