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Im Märzen der Bauer

März 27, 2014

Dieses wundervolle alte Volkslied bezeichnet die Tätigkeit, die den Menschen am Land im Frühling ins Haus steht. Sie ackern, pflügen und mähen ohne auszuruhen. Schwer zu sagen ob auch diese Menschen an Frühjahrsmüdigkeit litten. Ich bin zur Zeit stark betroffen. Die letzten Tage war ich nicht nur ständig duselig und voller Kopfschmerzen, nein ich begab mich auch derart früh zu Bett, dass ich nicht hier weiter schreiben konnte.

Heute bin ich zwar auch müde (verzeiht mir also, wenn sich eine Reihe Rechtschreibfehler in diesem Text bewegen), aber ich sollte es hinkriegen ein weiteres Update zu schreiben.

So hätte ich gestern am Abend ausgesehen, hätte ich weniger Haare und wäre weniger schön (das Bild habe ich von http://www.nu3.de/)

So hätte ich gestern am Abend ausgesehen, hätte ich weniger Haare und wäre weniger schön (das Bild habe ich von http://www.nu3.de/)

Skandinavien

Bei keinem Song Contest kommt man an den Skandinaviern vorbei. Ich will heute mit den dreien an der skandinavischen Halbinsel (also Norwegen, Schweden, Finnland) beginnen:
Finnland wird heuer von einigen süßen Knaben vertreten, die sich selbst Softengine nennen. Der Song nennt sich Something Better, und ich nehme an, wir werden etwas Besseres beim ESC hören. Das liegt nichtmal am Song, sondern eher am Sänger, der meinr Meinung nach neben allen Tönen liegt (vielleicht gehört das aber so, was weiß ich schon).

Norwegen hat sich am letztjährigen isländischen Beitrag ein Beispiel genommen. Sie schicken den bärigen Wikinger Carl Espen mit dem Song Silent Storm. Im übrigen macht der Titel dem Song alle Ehre. Er ist wirklich sehr still. Sturm hingegen findet man nur im Video, in dem einige Zettel herum fliegen. Es gibt definitiv schlechtere Lieder heuer, auch das eine oder andere bessere:

Für Schweden singt Sanna Nielsenein blonder Agnetha-Klon den Song Undo. Im Gegensatz zu den Finnen singt sie wenigstens gut. Beim ersten Hören hatte ich auch das Problem, dass es mich an ein anderes Lied stark erinnerte. Tatsächlich ist der Beginn sehr ähnlich dem Beginn von Miley Cyrus Wrecking Ball. Beim Refrain entfernt sich Undo allerdings stark von dem bekannten Lied. Sowohl Schweden als auch der vorherige Norweger wrden wohl recht stark abschneiden (und es werden wieder alle murren, weil sie meinen die Skandinavier schieben sich gegenseitig die Punkte zu). Hier also der Song:

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Schluss mit lustig

März 24, 2014

Also zunächst mal ist jetzt aus. Erstens werden die Alliterationen langsam langweilig, außerdem weiß ja keiner worum es geht, wenn er etwas von tantalisierenden Trantüten liest. Man könnte meinen es handelt sich um unseren derzeitigen Vizekanzler, der peinigt uns auch mit unmöglichen Aussagen.

Ist dieser Mann tantalisierend? Über die Trantüte frage ich jetzt nicht. Meinungen bitte an mich (© BMF/Ringhofer)

Ist dieser Mann tantalisierend? Über die Trantüte frage ich jetzt nicht. Meinungen bitte an mich (© BMF/Ringhofer)

Regierungsbashing

Jetzt werden sich viele Menschen fragen, ob ich hier mit Regierungsbashing daher komme, aber Fehlanzeige! Muss ich doch gar nicht. Das erledigen diese Leute sowieso selber. Allerdings ein kleiner Seitenhieb von allen ESC Fans. Warum hat Österreich Geld für die HAA (Hypo Alpe Adria, man muss das abkürzen, denn nur das Wort Hypo erzeugt beim durchschnittlichen Österreicher Wallungen, und die sind nur gut bei einer Kneipp-Kur) trotzdem schaffen wir es nicht ein paar 1000 Euro aufzutreiben um auf der Bühne einen Feuerregen oder sowas zu veranstalten. Sind wirs uns ehrlich, die österreichischen Beiträge sind immer ein bisserl fad, weil die Bühnenshow stark zu wünschen übrig lässt.

Hübsche Bilder

Ich will aber nicht nur Michael Spindelegger hier als Bild, sondern auch irgendwen anderen, und daher ein Bild von unserem ersten Beitrag heute. Wir machen mit den Nachbarn Österreichs weiter und fangen mit dem ungarischen Beitrag an. Gesungen von András Kállay-Saunders. Das Lied heißt Running ist zwar nicht zum Davonlaufen, aber ich finds halt fad. Der Interpret hat aber den großen Vorteil, dass er beim weiblichen Publikum echt gut ankommt (siehe Bild). Er singt jetzt auch nicht schlecht, wenn man auf das schnulzige steht.

Der Herr Kallay (ist er nicht fesch) (copyright liegt diesmal bei Dávid Ajkai)

Der Herr Kallay (ist er nicht fesch) (copyright liegt diesmal bei Dávid Ajkai)

Nach den Wallungen hervorgerufen durch den Herrn Kallay jetzt zum letzten teilnehmenden Nachbarland Slowenien. Tinkara Kovač vertritt das Land heuer mit Round and Round. Tatsächlich hoffe ich, dass si eher so auftritt wie auf ihrem Auftritt auf der Eurovision-Site und nicht wie in dem Video unten. Auf dem Foto hat sie die Haare weit cooler (ich glaube das heißt heute swag) als im jetzt folgenden Video:

Hier sind die Haare doch besser, oder? (copyright Matej Mljač)

Hier sind die Haare doch besser, oder? (copyright Matej Mljač)

Da es jetzt keine Nachbarn mehr gibt, ich aber immer drei Videos zeige, würde sich Kroatien anbieten, allerdings nehmen die heuer auch nicht teil. Ihre jungen Tenöre letztes Jahr sind zu schlecht angekommen, und das Land spart lieber (gut dann sind die Chancen für Conchita größer). Deshalb habe ich die zweiten Italiener hier und zwar San Marino.

Valentina Monetta macht das, was San Marino gefühlte 200 Jahre schon macht, sie singt eine nette Ballade. Der Name davon ist Maybe (heuer viele Einworttitel). Na vielleicht reißt sie was damit.

Zum Schluss doch noch ein wenig Politik. SPÖ und ÖVP wollten die Petition zu einem Untersuchungsausschuß zur HAA abwürgen. Zum Glück konnte das noch abgewendet werden, und weil ich Euch auch unterstützen will, damit ihr das nicht extra suchen müsst, habe ich zuletzt noch den Link zur Petition hier dabei.

Lasst uns noch einige Schritte weiter durch Europa gehen. Mittlerweile habe ich einige Songs gehört, und kann sagen, dass heuer nicht das große Jahr der Balladen wird. Außer Conchitas Song konnte ich nur einige halbe Balladen entdecken, die entweder Dancefloor Einschübe oder (etwas besser) in die Richtung Rockballade geht.

Nachbarn

In diesem Beitrag und dem nächsten, werde ich mich um Zentraleuropa, also um Österreichs direkte Nachbarn kümmern. Nur fünf unserer Nachbarländer werden heuer teilnehmen. Die beiden „Großen“ Italien und Deutschland, außerdem die Schweiz, Slowenien und Ungarn. Tschechien war überhaupt nur dreimal dabei (2007-2009), hatte damals dafür einen interessanten Beitrag mit den Hiphoppern gipsy.cz. Die Slowakei war nur siebenmal beim ESC und es gab nur einen gemeinsamen Auftritt mit dem Bruderstaat Tschechien im Jahr 2009. Nach dem frühen Ausscheiden in den letzten Jahren (2009-2012 nie im Finale) wurde auf den ESC verzichtet.

Das letzte Mal, als Tschechien dabei waren, scheiterten sie im Superheldenoutfit (copyright liegt hier: http://www.eurovision.de/)

Das letzte Mal, als Tschechien dabei waren, scheiterten sie im Superheldenoutfit (copyright liegt hier: http://www.eurovision.de/)

Genug Geschichte, jetzt zu den Taten. Beginnen wir mit den drei westlichen Nachbarn D, CH und I (kurz auch Dich) und genau so arbeiten wir sie ab: Sollte Österreich heuer ins Finale kommen, liegen die Chancen recht gut, dass wir Deutschland schlagen. Österreich schickte mit den Global Krainers einst eine ähnliche Nummer, die elend unterging (zu Recht). Deutschand wird heuer von Elaiza vertreten. Die drei Mädels scheinen ganz nett zu sein, aber der Song ist trotzdem nicht gut. Beim ESC werden die Ziehharmonika und der Bass sowas von untergehen und es wird wie eine zweitklassige Acapella Nummer klingen (ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen):

Seitdem Italien wieder dabei ist, ärgere ich mich jedes Jahr über deren gutes Abschneiden. Vielleicht mag ich keinen Italopop, aber ausnahmslos alle Lieder der letzten Jahre erinnerten mich an die 80er Jahre mit Eros Ramazotti Imitationen (war der erst 90er?). Heuer wird es nicht besser, denn Italien schickt eine Gianna Nannini Imitation. Die Dame heißt Emma und versetzt einen zurück in eine ferne und nicht immer so tolle Jugend voller Geschmacksverirrungen. Na sie wird damit sicher nicht schlecht abschneiden, wir alle glorifizieren unsere eigene Jugend ja gerne.

Mit Celine Dion gewann die Schweiz einst den Song Contest. Das ist lange her, in den letzten Jahren teilten sie das österreichische Schicksal mit echt schlechten Platzierungen. Heuer vertritt ein junger Mann namens Sebalter die kleine Alpenrepublik. Auch wenn ich da ein wenig auf meinen nächsten Beitrag vorgreife kann ich sagen, dass mir dieses Lied von allen Nachbarn am besten gefällt. Der Junge ist zwar kein guter Sänger, aber er hat einen netten Folk-Rock Stil wirkt extrem fröhlich und kann auch sehr gut Pfeifen. Außerdem gefällt mir das Lied (melodiemäßig), auch wenn das ganze ein wenig kopiert vom Sieg des Norwegers 2010 wirkt:

Viel Spaß bei den Songs und bis dann.

Jetzt bin ich voll motiviert und mache mit meiner Berichterstattung weiter. Noch habe ich mich nicht spitzenmäßig mit den einzelnen Beiträgen für den ESC auseinandergesetzt (irgendwie habe ich das heuer verschlafen), aber hier einmal meine Gedanken zu Conchita Wurst, also unserem Beitrag.

Kunstfigur

Conchita ist ja eine ziemlich künstlich aufgebauschte Figur, zu der die unterschiedlichen Menschen auch sehr unterschiedlich stehen. Es gibt also vor allem einmal Hater als auch verzückte Lover (sollte man Liker sagen?). Ich stehe ihr/ihm sehr wurstig gegenüber. An und für sich soll jeder tun und lassen was er will, und Conchitas Auftreten beschneidet ja nicht meine eigene Lebensweise, also bitte nur zu. Das Lied an sich ist einmal mehr eine Ballade diesmal im James Bond Stil. Die Interpretin ist an und für sich nicht schlecht, ich fürchte allerdings, dass die Bühnenshow wieder zu wünschen übrig lassen wird. Dennoch könnte das exzentrische Auftreten der bärtigen Dame zu einem Einzug ins Finale reichen.

Conchita Wurst am Life Ball 2013 (copyright geht an Manfred Werner, der dieses Bild auf der wiki reingestellt hat)

Conchita Wurst am Life Ball 2013 (copyright geht an Manfred Werner, der dieses Bild auf der wiki reingestellt hat)

Baltische Staaten

Fangen wir mit den Videos bei den baltischen Staaten an also rechts oben in der EU. Zuerst Estland. Die Dame Tanja vertritt den kleinen Staat an der Ostsee. Nun ja keine großartige Stimme, ein langweiliges Lied (Name „Amazing“, was das einzig erstaunliche an dem Lied ist), ich fürchte es folgen noch mehr in dieser Kategorie:

Litauen hat einen ähnlichen Titel: Attention. Aufgepasst das ist besser als das estnische Lied. Vor allem weil Vilija Matačiūnaitė besser singt, als ihr estnischer Counterpart, und ich finde das Lied ist auch etwas weniger 08/15, auf jeden Fall ein Kandidat fürs Finale:

Das erfreulichste baltische Lied kommt heuer aus Lettland (obwohl ich fürchte, dass ich mit dieser Meinung recht allein da stehe, die meisten ESC Fans sehen das Lied sehr weit hintn auf ihren Listen). Die Gruppe Aarzemnieki scheint ausgesprochen entspannt und das Lied ist super fröhlich, witzig und auch eingängig. Deshalb fürchte ich, dass sie im Semifinale scheitern. Aber überzeugt euch selbst:

Das war meine erst Runde, ich freue mich auf Kommentare und für all jene, die mir posten, was Aarzemnieki auf Deutsch heißt, gibt es auch ein gratis Kuchenrezept von mir.

Zuerst wollte ich von verstaubten Ventilen schreiben, aber das hätte ja zum Beitrag gepasst. Imerhin liegt dieser Blog schon seit Ewigkeiten brach.

Egal, hier bin ich wieder. Angeregt wurde ich durch folgendes Video:

Ja das ist Österreichs heuriger Beitrag zu ESC, so schnell vergeht die Zeit.

Nebensächlichkeiten

In Wirklichkeit ist allerdings beeindruckend, dass ich auf der Suche nach meinem Blog (na wenn ihr etwas ein dreiviertel Jahr vernachlässigt, wisst ihr ja auch nicht mehr, wo ihr es hingelegt habt) zuerst einen Nachruf auf mein Alter Ego in der Welt von Power of Politics gefunden habe. Zunächst gerührt klickte ich durch die beigefgten Links und war entsetzt wie viel Zeit ich damals offensichtlich in dieses mittelmäßige Browsergame investiert habe. Dann aber war ich auch begeistert mit wie viel Witz und Einfallsreichtum unsere dmalige Partei alles durch den Kakao zog, wofür die anderen eintraten. Deshalb möcht ich an dieser Stelle meinen ehemaligen Kampfgefährten für die Zeit danken. Erwähnt hier nur kurz Joulu, Schneewittchen, Friedrich der Eisbär, der Ritter Flexi, Lassmiranda, Suran Kar und Kalliope, sowie allen anderen die ich hier nicht erwähnen werde.

Das nächste mal wieder etwas mehr Text und wieder wundersame Videos zum ESC 2014.