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Nachdem ich schon kritisiert wurde, wie ich nur so oberflächlich sein kann, und auf so Lächerlichkeiten, wie Äußerlichkeiten zu achten, will ich an dieser Stelle ganz kurz erwähnen, dass die meisten Lieder beim ESC in den letzten Jahren deshalb gewonnen haben, weil sie eine hervorragende Bühnenshow hatten, mit Liedern, die gut ins Ohr gingen, Euphoria ist dazu ein gutes Beispiel. Einmal hinhören und man kann mitsummen. Auch das von mir sehr wenig gemochte Satellite ist so etwas gewesen. Die aussergewöhnliche Bühnenshow bvrachte uns etwa Lordi als Sieger, oder auch Ruslana im Jahr 2004 (weil sind wirs uns ehrlich so gut hat die auch nicht gesungen).

Und dann Österreich

Jetzt schauen wir uns an, was Österreich in den letzten Jahren zum ESC geschickt hat. Sicher, die Jungs von Trackshittaz waren außergewöhnlich und hatten ein wundervoll sexistisches Lied, mit passender Bühnenshow, aber ganz ehrlich, wer außerhalb des Weißwurstäquators konnte damit wohl etwas anfangen? Ein einziges Lied konnte in den letzten 10 Jahren wirklich gut abschneiden, und das war eines, das ebenfalls durch die eigenwillige Bühnenshow und den eigenwilligen Interpreten auffiel. Ja, klar wen ich meine, oder? Den damals nicht sonderlich von Ö3 und ORF geliebten Alf Poier. Und obwohl österreichische Kommentatoren peinlich berührt waren, wenn sie über den Exzentriker sprechen mussten, war es dieser Auftritt der ein besseres Resultat erbrachte als alle anderen in den Jahren davor und danach.

Alf Poier singt (copyright liegt natürlich beim Künstler Alf Poier)

Alf Poier singt (copyright liegt natürlich beim Künstler Alf Poier)

Gesang erst nach Bühne und Melodie

Daraus schließe ich, dass sowohl Bühnenshow, als auch Melodie wichtiger sind als der Gesang, was dem österreichischen Beitrag aber nichts helfen wird, weil beides nicht vorhanden ist, außer die Herrschaften im ORF arbeiten noch stark an der Bühnenshow, Melodie werden sie wohl kaum mehr ins Lied bekommen. Bezüglich des Gesangs lässt sich sicher auch noch etwas machen. Üben, üben, üben!

Überhaupt gab es meiner Meinung nach in den letzten 10 Jahren nur ein einziges Lied, dass den ESC gewonnen hat und auch die beste Stimme hatte, allerdings hatte das Lied auch eine echt eingängige Melodie. Hier das Lied, das ich meine:

Marija Serifovic hat tatsächlich eine hervorragende Stimme und damals das bei weitem beste Lied gehabt.

Und hier kommt noch aus der Serie der Lieder für den ESC ein Lied mit einer eingängigen Melodie, das durchaus gut abschneiden könnte, mal sehen, wie sich unsere Schweizer Nachbarn auf der Bühne so tun:

P.S.: Jeder, der meinen Blog ab und an mal liest wird hoffentlich erkennen, wie ich zu solchen Dingen wie Aussehen stehe, hingegen sehe ich auch den ESC als riesige Show, die eben sehr auf Äußerliches achtet, ich hoffe also man trägt es mir nicht nach, wenn ich derart oberflächlich bericht 🙂

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Österreich schickt heuer einen jungen Klon von Mausi Lugner zum Song Contest. Na es könnte schlimmer kommen. Es hätte auch Elija werden können. Allerdings singen kann die Dame nicht, und bewegen tut sie sich wie ein Roboter, und eben diese Nase.

copyright geht im Fall des ersten Bildes an den ORF und Hans Leitner im Falle des Lugner Bildes an RTL und Stefan Gregorowius

copyright geht im Fall des ersten Bildes an den ORF und Hans Leitner im Falle des Lugner Bildes an RTL und Stefan Gregorowius

Sudern, sudern, lamentieren

Wir sollten das positiv sehen. Ein Tweet, den ich grae gelesen habe, meinte, immerhin schaffen wir etwas, was einer österreichischen Fußballnationalmannschaft meist verwehrt bleibt. Wir erreichen mit dem Song ein Semifinale. Andere Tweets meinten, dass es wenigstens kein Klon von Euphoria ist, was unsere deutschen Nachbarn schicken. Und wir können uns freuen, denn mit der Nummer schneiden wir schlecht genug ab, dass wir Natalia nicht nächstes Jahr wieder zum Song Contest schicken, wie das die Deutschen mit ihrer, sagen wir gewöhnungsbedürftigen, Lena getan haben.

Tu ich es schon wieder? Unter der Vorraussetzung der zur Auswahl stehenden Lieder hat sich Österreich gar nicht so schlecht entschieden. Bandaloop wäre vielleicht etwas mehr aufgefallen. Yela kann wenigstens singen, aber beide Lieder waren langweilig und ohne jedweden Wiedererkennungseffekt. Shine fängt wenigstrens brauchbar an, auch wenn das Mädchen besser nicht ins letzte Drittel des Liedes kommen sollte, wo ihre gesanglichen Unzulänglichkeiten doch arg auffallen.

Ach was solls: Gratuliere Natalia. Es zählt, dass wir wen schicken, und immerhin ist es besser als das Popo Lied von letztem Jahr.

Und hier, der österreichische Beitrag für Malmö 2013:

Ja, das was sie hier trägt hat sie aus den Restbeständen des aufgelösten Quelleversands. Wir hoffen, dass sie bis Malmö noch etwas besseres zum anziehen findet.

Und weil alle so über den deutschen Beitrag von Cascada schimpfen (na die kann auch nicht wirklich singen) habe ich den auch noch im Gepäck:

Eigentlich sollte ich gar nicht müde sein, dennoch drücken mich die Augen, und sogar meine lieben Kids schnarchen bereits im Hintergrund.

Andererseits ist es noch nicht so spät, und wichtige Dinge stehen uns bevor. Der ESC 2013 kommt. Und das mit Gewissheit. Zunächst habe ich das mitbekommen, als eine meiner Lieblingsbands, die Arrogant Worms auf ihrer FB-page ankündigten, dass der diesjährige isländische Beitrag von I am Cow inspiriert wurde. Und da ich Euch alle mag, kommt hier ein Bild der Arrogant Worms, dann I am Cow und zuguter letzt Ég á líf der isländische Beitrag:

Direkt von ihrer FB-Seite runtergeholt, copyright liegt natürlich bei den Arrogant Worms selbst.

Direkt von ihrer FB-Seite runtergeholt, copyright liegt natürlich bei den Arrogant Worms selbst.

Ach ja, im Netz herrscht ein Streit, ob das isländische Lied plagiiert oder nicht. Aber seien wir ehrlich, wir alle plagiieren. Ich meine im Endeffekt ist jedes Schriftstück einzig vom Gilgamesch-Epos abgeschrieben, auch dieser Blog-Eintrag, und wahrscheinlich auch meine Dissertation. Meinungen dazu, nur her damit.

Und? Sehr ähnlich? Auf jeden Fall macht das Kuhlied mehr Sinn.

Vielleicht sind meine Artikel immer zu lang, weshalb ich dann nie noch einen schreiben will. Daher jetzt nur ein kurzer Gedanke hingeworfen:

Mormonen unter uns

Sie sind unaufdringlich, meist sehr adrett (ist sehr adrett möglich, kann man adretter als adrett sein?) gekleidet und oft nur des Englischen mächtig. Ich spreche von jungen missionierenden Mormonen. Die müssen für ihren Glauben ein Jahr irgendwo im Ausland herum hängen und sich ausbilden, quasi eine Hadsch für christliche Sektierer (verzeiht, ich will niemanden beleidigen, aber so ist nun einmal die Auffassung meiner Glaubensgemeinschaft zu der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, wie die Mormonen sich meist selbst nennen).

Das Bild habe ich aus einem Artikel der Süddeutschen Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/politik/mormonen-als-missionare-im-ausland-im-auftrag-des-herrn-1.1390910 (copyright zum Bild liegt bei Mathias Kolb)

Heute habe ich einen solchen beim Einkaufen gesehen und sofort erkannt, weil er, wie alle missionierenden jungen Mormonen und Mormoninnen ein Namensschild trug. Das führte in mir zu Überlegungen. Warum trägt der junge Mann das Schild auch beim Lidl? Ist man Anfeindungen ausgesetzt, wenn man sich selbst so stigmatisiert, quasi als Andersgläubiger? Bei dem Wort Andersgläubiger dachte ich, dass es hier wohl um eine Art moderner selbst auferlegter Davidstern handelt. Aber ist so etwas selbst auferlegt? Oder wollen die Kirchenfürsten dieser Religionsgemeinschaft dadurch bewusst eine Ausgrenzung schaffen?

Mit diesen offenen Fragen, lasse ich die Leserschaft jetzt allein, habe aber noch ein Video zum Thema: