Home

Osterferien

März 27, 2010

Heute habe ich mir keine blöde Überschrift einfallen lassen, weil ich keine Zeit dafür habe. Unser Clan begibt sich nämlich in wenigen Stunden in die selbst gewählte Isolation eines Bauernhofs, wo wir einen Total-Entzug von elektronischen Medien versuchen werden. Das wird vor allem für den Schreiber dieser Zeilen schwierig, ich denke aber auch die kleinen Fernseh- und Computerjunkies unter uns könnten ein wenig leiden.

Leider konnte ich keine 6000 Unterstützungserklärungen auftreiben, weshalb ich mir gestern 3600 Euro erspart habe. Mit Rudolf Gehring wird es auch einen katholischen Kandidaten geben, der vielleicht die ultrareaktionären ÖVP Wähler davon abhält Barbara Rosenkranz zu wählen. Ich werd mich dann später noch über ihn auslassen. Trotzdem danke ich allen, die an mich geglaubt haben, und ich werde jeden persönlich anschreiben, der mir seine Unterstützungserklärung zukommen liess. Am 26. 3. hat auch noch eine Dame von der APA angefragt, ob ich die Marke an 6000 Erklärungen geschafft hätte und ich musste kleinmütig zugeben, dass ich an der Grenze gescheitert bin. Vielleicht werde ich dann aber in 6 Jahren ein paar Erklärungen mehr kriegen.

Bleibt mir nur zu sagen, dass wir uns in einer Woche wieder hören, und obwohl ich kein Geld von den Herrschaften dafür kriege verweise ich auch nioch schnell auf die Seite des Bauernhofs an dem wir nächste Woche zu finden sind.

Und hier hab ich doch tatsächlich auf ORF.at geschafft. Ha, der Staatsfunk hatte doch noch Angst vor mir bekommen.

Werbeanzeigen

Das passiert Euch/Ihnen (bin ich eigentlich per Sie mit meinen Lesern? Na ich werds mal bei Du lassen, und jeder der das nicht mag, denkt sich ein Sie) sicherlich auch das eine oder andere Mal. Man wird blöd angegangen, und erstarrt etwa 32 Sekunden, ohne was passendes sagen zu können, und wenn dann die Situation vorbei ist fallen einem die tollsten Dinge ein. Ich dachte eigentlich, dass das mit Ende der Pubertät auch aufhört, passiert mir aber leider immer noch häufig genug. Leider reagiere ich nicht wie die Dame in dem Sketch hier:
http://www.youtube.com/v/6_OGXQC-im4&hl=en_US&fs=1&

Aber zu meinem Problem. Unsere Tochter geht Voltigieren (auf dem Pferd rumturnen), und das ist dann halt immer eineinhalb Stunden, in denen man wenig machen kann. Heute war es doch recht ansehnlich, deshalb haben wir das mit einem Familienausflug verbunden. Mit Kind und Kegel im Reitstall. Interessant war dann, dass man, als unsere Kinder eine Treppe an der Aussenwand der Reithalle erklommen, darauf aufmerksam gemacht hat, das wir das nicht dürfen. Na gut, das ist etwas, das sehe ich schon ein, wenn es gewisse Hausregeln gibt, dann soll man die einhalten, letztens im Naturhistorischen Museum wurden wir auch ganz freundlich darauf hingewiesen, dass unter den Dinosauriern nicht gegessen werden sollte, woraufhin wir den Apfel halt weggepackt haben. Die Frau ist uns aber tatsächlich angefahren, dass das die Pferde gefährde, und dass sie das zum Besten der Pferde tue. Na ich stell mir das schon schön vor, mein dreijähriger Sohn springt wie Dracula von der Stufe auf das nächstbeste Pferd und beißt ihm die Halsschlagader durch. Oder die kleine Sarah wirft Steine und Stöcke auf die unten herumlaufende Beute, um diese danach in die eigene Höhle zu schleifen und roh zu verzehren.

Auf jeden Fall waren da die 32 Sekunden, und seither ärgere ich mich darüber, dass ich, anstatt etwas zu entgegnen, einfach nur meinen Kindern den Bewegungsdrang entzogen habe, und sie von dort weggezerrt habe. Das schlimme ist, dass ich mich seither darüber ärgere, weil mir die coolsten Entgegnungen eingefallen sind seither, und ich weiß, dass ich heute schlecht schlafen werde deshalb (eigentlich gibt es sonst keinen Grund, warum ich nicht einschlafen kann, selbst Zahnschmerzen oder Stress in der Arbeit können nicht daran rütteln). Meine beste „Erwiderung“ (zumindest gefällt sie mir am Besten) wäre wohl gewesen:“Wenn Sie das Wohl der Pferde im Sinn hätten, müssten Sie die ganzen Häuser da wegreissen und eine riesige Weide herbauen, mit einem Unterstand, wo die Pferde wenn nötig schlafen können. Aber es geht immer nur um das Wohl des Menschen, oder? Und wenn das Pferd sich tatsächlich vor unseren Dreijährigen erschreckt, dann, weil es durch eine neurotische alte Fuchtel zu einem neurotischen Tier erzogen wurde.“ Na aber jetzt ist es natürlich zu spät.

An der Antwort können wir aber auch eine Lehre ziehen. Alles was wir als Menschen tun, tun wir doch letztlich nur für uns. Einen Gemeinschaftssinn kennen wir nur ganz begrenzt. Das ist wohl der Grund, warum jeder unzufrieden ist, und es Kriege gibt. Da es noch nicht einmal unter Personen zu Gemeinschaft kommt, so ist es dann halt auch mit allen anderen Geschöpfen. Wenn es um das Wohl eines Hundes ginge, würde es in ganz Wien keinen Hund geben, weils hier einfach zu wenig Auslauf gibt, und niemand genug Zeit hat, den ganzen Tag mit dem Hund draussen rumzurennen. Kühe, Pferde, Schweine, Hühner, … würden bestenfalls im Winter in einem Stall wohnen, und sonst herumrennen  können. Und damit man versteht was ich meine, hab ich für Euch auch eine Homepage zu artgerechter Pferdehaltung herausgesucht.

P.S.: Diese Unfähigkeit, sofort schlagfertig zu antworten, macht mich wohl unfähig ein Berufspolitiker zu sein, um so mehr sollte es Ansporn für Euch sein, mich zum Bundespräsidenten zu machen. Denn welcher Berufspolitiker derzeit ist ein guter Politiker?

Auch auf die Gefahr hin, dass man mich als nur eine Zeitung pro Woche lesenden Vollidioten identifiziert, muss ich doch meinen neuen Eintrag wieder mit einem Zitat aus einem Interview aus dem profil beginnen. In der Coverstory zu den Kindergärten wird unter anderem die Entwicklungspsychologin Lieselotte Ahnert befragt. Die Dame ist definitiv eine Expertin auf dem Gebiet der Kleinkindbetreuung und hat auf ihrer Homepage eine beachtliche Liste an Publikationen und Büchern zu dem Thema Kinderbetreuung aufgelistet. Sie sagt in dem Interview auch einige kluge Dinge, vor allem über die mangelhafte Ausbildung und Überforderung von Kindergärtnerinnen in Österreich, die zu großen Gruppen und das lächerliche Angebot an Plätzen und Möglichkeiten für Kinder, Eltern und Betreuer. Wirklich angetan hat es mir aber die letzte Frage, ob sie glaubt, dass mehr Männer als Kinderbetreuer gut für die Entwicklung von Kindern wären? Alleine die Frage finde ich bescheuert, ein guter Kinderbetreuer wird jedem Kind die beste Entwicklung liefern, egal ob Mann oder Frau, es geht ja bei der Kinderbetreuung (zumindest meiner Ansicht nach) sehr wenig um die Entwicklung von Rollenbildern, die bekommen Kinder sehr viel eher von zu Hause. Aber die Antwort hat es doch in sich:“Körperliche Nähe und Streicheleinheiten sind in dieser Kindheitsphase extrem wichtig. Wie soll da ein Mann funktionieren? Wird er von den Eltern des Kindes überhaupt akzeptiert? …“

Was soll denn das heissen??? Männer die Kinder streicheln sind offensichtlich alle pädophil, oder was? In Anbetracht der Fälle in Internaten, die derzeit ans Licht kommen, könnte man das durchaus meinen, aber eine derartige Verallgemeinerung ist ja wohl eine Frechheit. Wenn ich (naja sollte es zu einer Kandidatur kommen und ich damit im Rampenlicht stehen) auf den öffentlichen Verkehr befragt würde, ob es sinnvoll wäre, mehr Frauen als Busfahrer zu haben, da die ja sicherer fahren und ich würde antworten:“Als Busfahrer braucht man ein gutes dreidimensionales Vorstellungsvermögen und schnelle Reaktionszeit. Wie soll da eine Frau funktionieren? Wird sie von den Fahrgästen überhaupt akzeptiert?“ na das Gezeter möcht ich hören. Da würde sogar die FPÖ mit ihrem verschrobenen Frauenbild auf die Barrikaden gehen.

Was will ich damit sagen? Stereotypisierung ist so ziemlich das Schlimmste, Dümmste und Blödeste was ich mir vorstellen kann. Jeder Mensch ist ein Individuum, der/die sehr unterschiedlich auf Dinge reagiert, und unterschiedlich geeignet ist für unterschiedliche Anforderungen. Ich habe in meinem Bekanntenkreis Männer, die ich ohne weiteres sofort als Kindergartenhelfer in einen Kindergarten stellen würde, und ich kenne Frauen, die für die gleiche Aufgabe absolut ungeeignet wären. es gibt nur deshalb fast keine Kindergärtner, weil das ein harter, unterbezahlter Job ohne Aufstiegschancen ist. Das alleine würde noch nicht reichen, aber durch unsere Sozialisation sind wir darauf getrimmt, dass Männer erfolgreich sein müssen, und das Geld heim bringen müssen, und wir lernen von klein auf, dass Männer nichts mit Kindern zu tun haben dürfen (ich sage nur: Bloss 5% der Väter gehen in Österreich in Karenz, zu der Zeit wo ich war, und man noch nicht Gehaltsbezogen Geld bekommen konnte waren es nur 2%). Ich sehe in Österreich auch keine Trendumkehr irgendwo, gerade die Grünen tendieren ein bisschen in die Richtung, aber auch da geht es eher in die Richtung, dass Frauen mehr Karriere machen sollen/können und nicht dahin, dass Männer weniger Karriere machen sollen/können. Was bringt mir so eine Gesellschaft? Noch mehr überarbeitete Frauen, da sie dann nicht nur das Kind und den Ehemann betreuen müssen, sondern auch noch in der Arbeit eingeteilt sind. Das kann nicht funktionieren.

Und jeder der will soll mir schreiben, dann erzähl ich Euch auch über unsere tollen Erfahrungen mit Kindergärten.

P.S.: Ich hab schon mal eine Busfahrerin gesehen und auch einen Kindergärtner, und ich hatte keine Angst um mein Leben, als ich in den Bus stieg, wirklich!

Hier ein Artikel zu einer Kärntner Busfahrerin in Offenbach

Und noch ein Interview mit Vorarlbergs einzigem Kindergärtner

Jetzt nur eine kurze Meldung, weil der Rechner ist mir grade abgestürzt und hat den halben Artikel, der schon fertig war mit sich gerissen.Das ist mir eine Lehre, ab jetzt schreib ich das ganze in Word und dann überspiel ich es erst hier rein, da bleibt mehr erhalten, wenn so was passiert. Dies wird eine Geschichte zu Österreich und Europa:

Ausgangssituation: Der Klubobmann der NÖ-ÖVP Klaus Schneeberger hat offensichtlich eine zweideutige Empfehlung für Barbara Rosenkranz abgegeben (ich hab den Videobeweis aber nirgends gefunden). Weil es aber bei der ÖVP-NÖ heftige Dementis zur Wahlempfehlung gibt muss das wohl passiert sein.

profil hat dazu in der dieswöchigen Ausgabe das gesamte Interview abgedruckt. Ich werde jetzt keine Wertung zur Wahlempfehlung oder nicht abgeben, dass ist mir herzlich egal, viel mehr interessiert mich ein Aspekt der Aussage zu Heinz Fischer. Dieser sei stark parteipolitisch motiviert (na no na net) und kein gesamtösterreichischer BP (na da bin ich sogar fast seiner Meinung). Interessant aber, wie Heinz Fischer das zeigt:“Wenn sie jetzt den Wahlauftakt (von Heinz Fischer) hernehmen, ist sogar die österreichische Fahne mit der litauischen vergleichbar gewesen.“ Lieber Herr Schneeberber, ich weiss zwar nicht wie der Auftakt meines Konkurrenten ausgesehen hat, weil ich besseres zu tun hatte als dort zu sein, aber ich stelle mir die Gelb-grün-rote Fahne hinter Heinz Fischer richtig cool vor. Kann ja sein, dass das keiner erkannt hat, aber sie als Kosmopolit haben das sicher sofort erkannt, weil ja gleich daneben die rot-weiß-rote lettische und blau-schwarz-weiße estnische Fahne gehangen sind, um die Einigkeit mit den Bruderstaaten am Baltikum zu beweisen.

Hier mal wieder ein kleines Quiz für den Herrn Landtagsabgeordneten, zu wem gehören die drei Hauptstädte Tallinn, Riga und Wien äh Wilna? Wo ist der Sitz von Heinz Fischer? Besonders lustig in dem Zusammenhang ist ja, dass Frau Rosenkranz für Schneeberger nicht wählbar ist, wegen deren Einstellung zur EU. Aber mit etwas Üben wird auch der Herr Schneeberger mal die neuen Mitgliedstaaten kennen lernen.

Gabelbissen der Seele

März 14, 2010

„Schau mal, der wird sicher bald von einem Auto überfahren!“ Das ist der Satz den ich Menschen nach- und meinen Kindern zurufe, wenn direkt vor uns wer bei Rot über die Strasse geht. Sicher, ich mach es jetzt nicht mehr so oft seitdem mal eine Dame wie erstarrt auf der Strasse stehen geblieben ist, und beinahe von einem Auto überfahren wurde, obgleich das möglicherweise einen guten Lerneffekt bei meinen Kindern gehabt hätte. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man Unfälle nicht unbedingt provozieren muss. Womit ich schon fast beim Thema bin: Regeln.

Wir alle, die einen Führerschein haben, wissen, dass wir einen Sicherheitsabstand halten sollen, bei engen Stellen auf halbe Sicht fahren sollen, die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten sollen, und natürlich nur bei grün fahren oder gehen sollen. Trotzdem tun wir das nicht. Jedes Jahr sterben etwa 350 Menschen im Strassenverkehr in Österreich, hauptsächlich durch Rasen und Alkohol am Steuer. Zwei „Vergehen“ die nicht sein müssten, auch viele Kinder sterben deswegen, und die Frauen, die mich letztens geschimpft hatten, weil ich sie darauf hingewiesen habe, das 50 Meter weiter ein Zebrastreifen sei, sind sicher diejenigen die in der Kronen Zeitung als erstes die Schlagzeile „Kind von LKW erfasst“ konsumieren und jammern, dass die Kinder heute so schlecht erzogen werden, dass sie nicht mal den Schutzweg verwenden.

Zahlt es sich wirklich aus, Regeln zu brechen? „Na wenn ich so langsam fahr, brauch ich ja viel länger heim.“ oder „Die paar Bier stören ja ned beim Autofahren.“ sind typische österreichische Aussagen. Und Strafverfolgung gibts ja auch nicht wirklich. Ich bin in meiner Karriere als Autofahrer noch nie kontrolliert worden (gut ich halt mich im Normalfall auch an die Regeln), ich seh aber auch praktisch nie eine Streife mit Laserpistole. Um beim ersten Argument zu bleiben. Die typische Strecke die wir zurücklegen ist etwa Wien nach Wiener Neustadt. 50km Autobahn also. Eine Frage an die Runde: Zwei Autofahrer fahren diese Strecke. Der eine fährt 130 km/h, der andere 160 km/h, um wieviel ist der schnellere früher am Ziel?

Hier ein kurzes Video, und danach gibts die Auflösung:
http://www.youtube.com/v/npD_2rdLdjw&hl=en_US&fs=1&
Der Mann um den es da geht war mit 1.8 Promille Alkohol im Blut unterwegs, mit 142 km/h auf einem Strassenabschnitt mit einer 50 km/h Begrenzung. Irgendwie klar dass sich kein Mensch in der Bevölkerung dran hält, wenn es schon „Vorbilder“ aus der Politik nicht tun, die diese Regeln ursprünglich aufgestellt haben.

Na egal, hier die Auflösung: es sind etwa 4.5 Minuten, die man spart. Dafür ist bei 160 aber das Unfallrisiko etwa doppelt so hoch, man verbraucht auch um etwa 20% mehr Sprit und dementsprechend produziert man mehr CO2. Und die Bremsdauer bei 160 beträgt 7.1 Sekunde oder 179 Meter. Nachzulesen in diesem VCÖ-Bericht. In diesem Sinne grüsse ich alle, die Regeln als Notwendigkeit ansehen und wissen, dass dadurch sehr viele Probleme nicht sein müssten.

Heute war ich bei einer Mitarbeiterschulung in Amstetten und durfte meine typischen drei Stunden mit Pflegern und Pflegerinnen verbringen. Ich war angenehm überrascht über die freundliche und nette Atmosphäre unter den Leuten. Allerdings war ein Ereignis dabei, dass mich zwar nicht unbedingt geärgert, aber doch zumindest nachdenklich gemacht hat. Beim Thema HIV ist man gezwungen über das Thema Sex zu sprechen. Dabei erwähne ich in meinen Workshops auch mal ganz gern den Unterschied zu Jugendworkshops, wo wir unter anderem erklären, wie ein Kondom richtig verwendet wird. Woraufhin ich die Frage (oder eigentlich mehr den Vorwurf) hören musste, dass so ein Vorgehen wohl die Promiskuität steigere. Die Dame hat mir auch ein bisserl leid getan, weil sie relativ allein mit der Meinung war, andererseits auch ein wenig geärgert, denn ich verstehe mich als jemand, der wissenschaftlich fundierte Tatsachen weitergibt. Es ist erwiesen, dass Jugendliche Sex haben, egal ob man ihnen erklärt wie ein Gummi funktioniert oder nicht. Es ist auch erwiesen, das die Verwendung eines Kondoms das Risko von unerwünschten Schwangerschaften und sexuell übertragbaren Krankheiten stark senkt. Diese beiden Fakten zusammen machen wohl jedem deutlich, dass es wohl Sinn macht, auch Kondome unter Jugendlichen zu propagieren, weil, wenn sie schon Sex haben, dann wenigstens geschützt. Aber zurück zur Promiskuität: Es gibt dafür keine wissenschaftlichen Belege, und auch die „gefühlte“ Wahnsinnsmenge an Teenager-Müttern ist eben nur „gefühlt“ und entbehrt wissenschaftlichen Grundlagen, denn auch vor 50 Jahren gabs Mädchen die mit 16 und früher schwanger wurden.

Worauf ich hinaus will ist folgendes: Wir Menschen aus der Mitte (dort seh ich mich) unterlegen unsere Meinungen mit Fakten, müssen aber gegen Radikale ankämpfen, denen Fakten vollkommen wurscht sind. Egal ob die Radikalen religiös, rechts oder links angehaucht sind. Deshalb werd ich da auch gleich ein Thema besprechen, ohne jegliche Unterlegung von Fakten, wäre schön, wenn jemand antworten könnte der da anderer Meinung ist. Mein Thema sind Menschen mit Migrationshintergrund.

Laut der generellen Meinung in der Bevölkerung, würde es uns besser gehen, wenn wir das ganze Gesindel rauswerfen, weil sie stehlen, morden und brandschatzen. Na gut machen wir das! Morgen alle raus, die Ümits, Mohameds und Dragans. Dann sollen gleich die FPÖ-Granden alle Arbeiten übernehmen die dann anfallen. Wir müssten dann nämlich die Hälfte unserer Spitäler und zwei Drittel der Pensionistenwohnheime zusperren, es würde ganze Landstriche geben, die ohne ärztliche Versorgung auskommen müssen. Die Hälfte aller Supermärkte würde geschlossen bleiben, und die, die offen haben, würden keine Waren geliefert bekommen. Am Markt würden wir vor verschlossenen Ständen stehen, und Häuser würden wohl in nächster Zeit auch nicht errichtet werden, geschweige denn Autobahnen repariert. Es könnte auch Probleme mit dem Säubern der Strasse und der Müllabfuhr kommen, aber uns wirds dann eh so stinken, dass uns das auch nimmer auffällt. Außerdem könnte man dann ja die Lehrer und Kindergärtner die jetzt frei wären, weils plötzlich viel weniger Kinder gibt (ja und die Frau Rosenkranz hat ihre Kinderschar auch nicht im Kindergarten abgegeben), zur Müllabfuhr stecken. Ach und im Tourismus würd dann wahrscheinlich auch nix mehr gehen, die Hälfte der Hotels müsste wohl schliessen.

Mal abgesehen davon, dass der Staat plötzlich einen Haufen Steuereinnahmen verlieren würde, kann man sagen der Staat würde nicht mehr funktionieren. Wir hätten 50% Pensionisten als Einwohner ganz plötzlich, wer soll denn dann das Graffl am Werkln halten? Das Gezeter aus der Bevölkerung will ich mir geben, wenn es mal einen Generalstreik aller Einwohner mit Migrationshintergrund gäbe, da würde nichts mehr gehen.

Das musste mal gesagt sein, und nichts davon kann ich belegen, das sind reine Spekulationen, deshalb heute auch keine Links oder sonstwas dabei.

Gruss Rene

P.S.: Ich will damit nicht sagen, dass Migration nur Gutes bringt, ich muss schon auch sehen, wo die Probleme bestehen, angefangen bei der Ghettoisierung über schlechtere Bildungschancen. Aber für all das gibt es schon Beispiele aus anderen Teilen der Welt, wie es funktionieren könnte. Ich muss halt als Gesellschaft und Staat auch ein bisserl dahinter sein, dass es besser funktioniert.

Heute in der Tramway nach Hause hatte ich tatsächlich den ersten Anruf von den Medien. Der junge Mann von puls4 war da auch recht nett und bemüht Informationen aus mir hervor zu quetschen, ich musste ihn aber trotzdem auf später vertrösten, weil mir so ein Gespräch in der Straßenbahn dann doch zu skurril erschien:“Nein meine Präsidentschaftskanditatur ist kein Jux – Das liegt an meiner Unzufriedenheit zum System, das gehört radikal geändert – Ja ich bin eh gleich daheim“ Na oder so ähnlich, obwohl ich mir die Werbung wohl nicht aussuchen kann, und wenns der eine oder die andere gehört hätten, vielleicht wärs ja noch eine Erklärung geworden.

Auf jeden Fall meinte der junge Mann, dass ich eine Art Freakshow abliefern könnte, wenn sie bei einer Sendung zum Bundespräsidenten einen anderen Kandidaten suchen. Er war dann glaub ich auch etwas enttäuscht zu erfahren, dass ich derzeit keine rosa Haare habe, sondern etwas bürgerlicher wirke, als auf meinen Facebook-Bildern. An dieser Stelle möchte ich kurz all jene beruhigen, die mich nur meiner prächtigen Haarfarbe wegen unterstützen. Sollte ich tatsächlich die 6000 Erklärungen zusammen kriegen, färbe ich sie auf jeden Fall wieder rosa. Das freut dann sicher auch wieder die Zwillinge, Tamara findets wahrscheinlich eher peinlich.

Na ich hoffe ich provoziere als BP nicht diese Art von Songs bezüglich meiner Amtsführung, obwohl der Song an sich ja genial ist:
http://www.youtube.com/v/Q56pHCGrlc4&hl=en_US&fs=1&